Storytelling: Geschichten erzählen

Die Geschichte des Weihnachtstrucks von Coca-Cola ist bekannt. Santa Claus verbreitet als Botschafter das vorweihnachtliche Gefühl und die Vorfreude auf das Familienfest. Mit seinem Truck zieht er von Stadt zu Stadt und begeistert bei den Stopps hunderte Menschen. Mit vielen Aktionen und familienfreundlichem Flair will der bekannte Mann im roten Mantel mit weißem Bart die Menschen im Herz berühren. Dabei auch an Werte wie Familienzugehörigkeit, Vertrauen, Nähe, Freude oder Nächstenliebe erinnern. Aber was ist nun Storytelling?

 

Was versteht man unter Storytelling?

Eine Geschichte, oder im englischen Sprachgebrauch das Storytelling, die das Herz berührt, rückt einen Helden (oder eine Heldin) in den Mittelpunkt, bestenfalls sogar den Kunden oder Klienten. Fühlt sich der Kunde eines Produktes oder einer Dienstleistung wahrgenommen, findet er eine Lösung für sein Problem, so baut der Erzähler Vertrauen, Nähe und eine Kundenbindung auf. Er erreicht über Emotionen die Gefühlsebene, die auch mal das Denken ausschalten kann und das Bauchgefühl leiten lässt.

Mit einer emotionalen Geschichte werden Daten und Fakten in einer persönlichen und verständlichen Sprache dem Leser näher gebracht, er kann sich in der Geschichte wiederfinden oder begeistert sich für das Ergebnis, die Lösung, und setzt dies für sich um.

Dies wird seit Jahren erfolgreich im Marketing eingesetzt und ist ein wichtiger Bestandteil dieses Bereiches. Wer Neukunden gewinnen will oder diese sogar magnetisch anziehen möchte, muss seine Inhalte spannend, neugierig und einzigartig gestalten.

Daten visuell und anschaulich aufbereiten

Das kleine gelb-weiß blühende Gänseblümchen auf der Wiese, der Gartenzwerg in Nachbars Garten oder die Politesse im blauen Kostüm erzeugen Bilder im Kopf, die sich auch zu weiteren Geschichten verknüpfen lassen können. Dabei hilft natürlich auch das Einbinden von Bildern, Videos oder Infografiken.

Storytelling - Geschichten erzählen
Im Storytelling beleben Bilder die zu erzählende Geschichte

Die Bilder sind geschickt für den „Aufhänger“, Teaser oder in einer Einleitung sinnvoll, um einen Spannungsaufbau zu erzeugen. Im Kern dreht es sich jedoch um die Problemlösung, die dieser „Held oder Heldin“ (Politesse, etc.) verkörpert und als Mittlerfigur darstellt.

Wer hier zusätzlich den Einsatz von relevanten Keywords (Schlüsselwörtern) beachtet und seinen Text oder die Geschichte mit Zwischenüberschriften, Formatierungen, Verlinkungen oder weiteren suchmaschinenoptimierten Maßnahmen gestaltet, wirkt als Magnet für Kunden. Neukunden finden die Problemlösung während einer Google-Suche auf der ersten Seite und ideal ist es, dort sichtbar zu sein. Wichtig ist auch zu beachten, womit die Leser die Story lesen, also überwiegend mobil oder von einem Laptop oder Desktop. Dementsprechend sollten die Geschichten responsive lesbar sein.

Schrittweise die Geschichte erzählen

Schritt 1: Einleitung

Erzähle kurz über die Situation. Ist es vielleicht ein Geschehen aus dem Alltag oder innerhalb einer täglichen Routine?

Beispiel: Die Politesse beginnt morgens ihren Dienst und sie macht täglich 5 Routinegänge durch vorgegebene Straßenzüge zur Kontrolle der Parkscheiben.

Schritt 2: Unterbrechung

Etwas Unvorhergesehenes oder Plötzliches tritt ein. Die Heldin tritt einer großen Herausforderung entgegen und muss sich einer Situation stellen.

Beispiel: Der Politesse kostet es jedes Mal große Überwindung, sobald ein Autofahrer ihr wortgewaltig entgegentritt und laut beschimpft.

Schritt 3: Weg der Lösung

Mit einer außergewöhnlichen Belastung muss der Held oder die Heldin zurechtkommen. Man kann sich Hilfe holen oder auf den Weg der Problemlösung gehen.

Beispiel: Die Politesse bekommt die Diagnose einer Magenentzündung, da sie die Angst, den Ärger oder die Verzweiflung über die Situation so mächtig geworden sind, dass sie aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr der Arbeit nachgehen kann. Schon lange hat sie den Wunsch nach einer selbstständigen Tätigkeit.

Schritt 4: Zweite Prüfung

Doch statt der einfachen Lösung tritt ein erneutes Problem ein, weshalb es zu einer Verzögerung kommt und erst die Zweite Prüfung überwunden werden muss. Dieser Schritt erhöht die Spannung und die Heldin wird dadurch erst „richtig“ zur Problemlöserin. Sie ist es wert, dass die Situation sich zum Guten wendet. Viele Leser kennen solch eine Situation und die Heldin wird dadurch greifbarer und menschlicher. Der Leser kann sich in die Situation sehr gut hineinversetzen, da es häufiger in unterschiedlicher Konstellation vorkommt.

Beispiel: Der Politesse steht ein längerer Krankenhausaufenthalt bevor. Eine größere Operation ist der Auslöser für die Verzögerung zum Start in die Selbstständigkeit. Zusätzlich besteht das fragliche Risiko, ob sie nach der OP überhaupt erwerbsfähig sein wird und beruflich ihrem Herzensprojekt nachgehen kann.

Schritt 5: Die Erlösung oder die Belohnung

Die Heldin ist nun bei der Erfüllung und beim Erhalt der Belohnung. Es steht dem Genuss des Gewinnes nichts mehr im Wege und sie geht als wahre Heldin aus dem Spielfeld.

Beispiel: Nach überstandener Operation und dem anschließenden Reha-Klinikaufenthalt bekommt die ehemalige Politesse finanzielle Unterstützung zum Aufbau ihrer eigenen Selbstständigkeit. Aus dem früheren Beruf der Politesse tritt eine erfahrene Menschenkennerin hervor, ein Coach für berufliche Belange und eine Begleiterin von Menschen in beruflichen Neuorientierungsphasen.

Storytelling - Geschichten erzählenFazit:

Entscheidend beim Storytelling oder Geschichten erzählen ist das „Warum“ sollen Kunden ein Produkt kaufen oder eine Dienstleistung in Anspruch nehmen. Viele kennen das „Wie“, also wie es funktioniert, wie eine Beratung oder ein Coaching oder eine Dienstleistung abläuft. Daher liegt die Konzentration beim Geschichten erzählen bei dem oft Unbekannten, „warum“. Hier ist das Wissen, die Fakten, die Zahlen oder der Sachverhalt beim Storytelling so verpackt, dass der Leser oder Zuhörer die Details besser versteht und sie annehmen kann.

Storytelling sollten auch Lehrer oder Dozenten an Hochschulen oder allgemeinbildenden Schulen verwenden, um Wissen spannend den Studenten oder Schülern zu vermitteln. Die Aufmerksamkeit, das Lernen oder die Konzentration wären intensiver und effektiver.

Eine vertrauensvolle Kundenbindung entsteht durch die Erzählung einer Geschichte, erweckt Emotionen und zieht den Leser in seinen Bann.  

Ein Lesetipp für eine 7-Schritt-Anleitung zur Erstellung einer Website, und Hürden abbauen vor Sozialen Netzwerken, um damit sein eigenes Marketing erfolgreich zu führen.

(Bildquelle: Parkschild von Pixabay, Gänseblümchen aus eigener Fotosammlung)

Storytelling: Geschichten erzählen
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Kerstin Paar

Als Online-Marketing-Beraterin unterstützt Kerstin Paar Solo-Unternehmerinnen und Selbständige in ihren Marketingtätigkeit und im Netz mit eigener Website sichtbar zu sein. Über Einzelcoachings oder E-Mail-Services zeigt sie auf leicht verständliche, kompetente und sympathische Art die Vorzüge der Sozialen Medien und den wirkungsvollen Einsatz einer eigenen Website auf. Eine performante Website ist das Herzstück im Marketing. Ein Herzensprojekt der Online-Marketing-Fachfrau mit Reiselust ist das Bloggen auf ihrem Reiseblog "Sonnenfernweh". Als Reisebloggerin schreibt sie Reiseberichte, inspiriert von ihren Unternehmungen mit dem E-Bike und für Tourismusregionen. Im Mai 2018 war sie damit quer durch Deutschland unterwegs. Seit 2011 ist Kerstin Paar in sozialen Netzwerken als Beraterin tätig. Mit anschließender Zertifizierung zur Online-Marketing-Managerin unterstützte sie Unternehmen der Energiewirtschaft, Coaches, Autoren und Selbständige. Mit Lust und Freude an ihrer Arbeit schätzt sie die Einzelberatungen und den Teamgeist in Kleingruppen.