Mythen zum Thema SEO – ich brauche kein SEO, wirklich nicht?

Rund um das Thema Suchmaschinenoptimierung (SEO) kursieren Gerüchte und Mythen. Dabei ist es nicht so schwierig, wie es scheint. SEO unterstützt Dich aber im sichtbar sein, gefunden werden und bei Deiner Auslastung der Workshops, Kurse und Seminare. Es sei denn, Du bist Promi und alleine Dein Name zieht automatisch Käufer an. Dann spar Dir die Zeit mit dem Lesen des Beitrages und genieße die Sonne im Gesicht.

Fünf Aussagen, die häufig an meine Ohren getragen werden. 

  1. „Ich vertraue auf mein Bauchgefühl“ – Das ist gut, aber nicht ausreichend.
  2. „Ich nehme als Bildtitel immer den Namen meines Blogs und kombiniere ihn mit einem anderen Wort“ – Das kann fatal sein.
  3. „Ich verwende keinen extra Bildtitel, ich nehme das Bild in seiner Originalgröße und lade es hoch“ – sehr schlecht.
  4. „Ich schreibe für meine Leser!“ – Sehr gut, ABER ….
  5. „300 Wörter reichen für einen guten Blogartikel aus“ – naja, ist schon mal mehr als 100 Wörter, aber es kommt nicht auf die Anzahl der Wörter an.

Unser Bauchgefühl spricht die Wahrheit

Das eigene Bauchgefühl täuscht uns in selten Fällen. Stimmt. Ein Blog, der zur Unterhaltung dient und möglicherweise einen Freundeskreis anspricht, dann ist „vom Bauch raus bloggen“ völlig ausreichend. Anders sieht es aus, wenn ein Unternehmen oder Online-Shop mit einem Unternehmensblog beginnen will – wozu ich generell rate. Aber! Es zählt hier eine andere Strategie. Ja, leider darf das Wort „Strategie“ bei einem Corporate Blog in diesem Zusammenhang auch nicht fehlen und bedarf einer Vorarbeit, Recherche und benötigt Zeit, Geduld und Ressourcen (wie zum Beispiel Mitarbeiter, Bild-, Video- oder Podcast-Material, Geld, …).

Bilder betiteln, das geht einfach und benötigt nicht viel Zeit

Welchen Bildtitel ein Bild erhält, ist wichtig für Suchmaschinen und für Menschen mit einer Seh-Behinderung. Denn letztere sind auf die beschreibenden Texte eines Bildes angewiesen, also was sagt das Bild aus? „Frau auf E-Bike entlang lila blühender Büsche“. So könnte man mein eigenes Bild beschreiben, als ich zum Foto-Shooting mit meinem Rad durch die Lüneburger Heide, respektive die Oldendorfer Totenstatt nahe Oldendorf / Luhe fuhr. Diese genannte Bildbeschreibung füge ich unter „Alt-Tag“ oder „Alt-Text“ ein.

Möchte man nun den Namen der Domain auch noch hinzufügen, kann Google es als „zu viel“ an Keywords einstufen. Also würde ich zu jedem Bild auf meinem Reiseblog „Sonnenfernweh“ exakt dieses Wort bei JEDEM Bild anhängen oder voranstellen, ist es einfach zu viel. Nutzt man eine „Über mich“ Seite, kann das Wort durchaus ein oder zweimal vorkommen. Aber bei einer Anzahl von über 400 Bildern in einem Blog, wären 400-mal „Sonnenfernweh“ im Bildtitel absolut zu viel – ein No-Go.

Ein Bildtitel vergebe ich sinnvollerweise noch am Desktop, bevor das Bild in die Website geladen wurde. Auch Screenshots, die automatisch eine Bildbeschreibung wie „Bildschirmfoto 2018-08-01“ erzeugen, wirken letztendlich wenig aussagefähig. Können sich negativ auswirken, wenn Google es als Duplicate Content einstuft. Sofern ALLE Bilder diesen Bildtitel tragen.

Ein Klick auf die Taste F2, einen einmalig vergebenen Bildtitel schreiben, Retourntaste und schon war es das. Ein neuer Bildtitel wurde vergeben, juchhu!

Die Originalgröße eines Bildes beträgt meist eine viel zu hohe Dateigröße. Beispielsweise 4000 x 3000 Pixel. Damit könnte man zwei Bildschirme mit einem Foto füllen. Meist kommt man mit 600 oder 800 Pixel in der Breite aus, die Höhe skaliert es dann automatisch.

Auch das ist kein Hexenwerk und jedes kostenfreie Bildbearbeitungstool erledigt es in wenigen Handgriffen.

FÜR die Blogleser schreiben, ja, aber bitte nicht vergessen …

Das ist ein positives Signal, für seine Leserschaft zu schreiben. Doch es gibt Unterschiede, selten wird jemand als ausgesprochen hervorragender Texter geboren. Lernen, sich weiterbilden, viel Lesen und dann umsetzen, sind auch dann noch wichtige Voraussetzungen, wenn jemand bereits mehrere Jahre Texte verfasst. Natürlich ergänzend ist die ausführliche Recherche zu einem Thema, über das man in einem Text referiert.

Dazu wichtig ist aus meiner Sicht, nach Schlüsselbegriffen zu recherchieren, was wird häufig nachgefragt in Google, Bing oder anderen Suchmaschinen. Welche alternative Textaussage gibt es zum gewählten Blogthema. Wie könnte man es noch umschreiben. Unterstützen können Tools im kostenfreien oder kostenpflichtigen Sektor. Kostenfrei und am häufigsten genutzt ist die natürliche Google-Suche oder Ubersuggest. Letzteres zeigt, wie häufig nach dem gewählten Begriff gesucht wird und wie hoch der Wettbewerb ist. Kostenpflichtige Tools kann man bei Sistrix, Searchmetrics und anderen finden. Mit Zusatzleistungen und unterschiedlichen Preismodellen.

Des Weiteren liest sich ein Text leichter mit Formatierungen, Auswahl der richtigen Überschriftengröße, Aufzählungen, markanten Textstellen in Fettdruck oder als Zitat eingefügt. Auch das sind Maßnahmen der Suchmaschinenoptimierung, um für die Leserschaft und für Suchmaschinen hochwertigen Content zu liefern.

Wie viele Wörter soll mein Blogbeitrag haben? 300 oder 400?

Täglich ändern sich Algorithmen in Suchmaschinen. Es gibt keine Quelle, die eindeutig heute belegt, dass es xxx Wörter sein sollen. Morgen könnte das schon wieder überholt sein.

Ich rate immer dazu, ein Thema in einem Blogbeitrag zu erörtern. So lange, bis es in seiner Tiefe ausgeschöpft ist. Bei mir können Tutorials mehr als 3000 Wörter beinhalten. Dann rate ich jedoch auch dazu, diese als Blogserie zu veröffentlichen (also auf zwei oder drei Blogartikel zu verteilen). Ein Thema kann aber auch mit 450 Wörter ausreichend für die Leser sein.

Wichtig ist, wird die Frage oder wonach der Suchende sucht, auch beantwortet?

Stell Dir diese einfache Frage gerne öfters, bevor ein Blogbeitrag veröffentlicht wurde oder frag in Deinem Bekanntenkreis eine Person, ob sie mit einem klaren Ja die Antwort auf eine Frage findet.

Fazit:

Ein Corporate Blog als Freiberufler oder Selbständiger zur Gewinnung neuer Kunden bedarf Planung, Zeit und Ausdauer. Textgeschick und Gefühl für Wörter helfen bei der Optimierung des Blogs für Suchmaschinen. Für seine Leser zu schreiben ist gut. Zur optimalen Blogpflege sind weitere Bestandteile wichtig.

 

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Kerstin Paar

Als Online-Marketing-Beraterin unterstützt Kerstin Paar Solo-Unternehmerinnen und Selbständige in ihren Marketingtätigkeit und im Netz mit eigener Website sichtbar zu sein. Über Einzelcoachings oder E-Mail-Services zeigt sie auf leicht verständliche, kompetente und sympathische Art die Vorzüge der Sozialen Medien und den wirkungsvollen Einsatz einer eigenen Website auf. Eine performante Website ist das Herzstück im Marketing. Ein Herzensprojekt der Online-Marketing-Fachfrau mit Reiselust ist das Bloggen auf ihrem Reiseblog "Sonnenfernweh". Als Reisebloggerin schreibt sie Reiseberichte, inspiriert von ihren Unternehmungen mit dem E-Bike und für Tourismusregionen. Im Mai 2018 war sie damit quer durch Deutschland unterwegs. Seit 2011 ist Kerstin Paar in sozialen Netzwerken als Beraterin tätig. Mit anschließender Zertifizierung zur Online-Marketing-Managerin unterstützte sie Unternehmen der Energiewirtschaft, Coaches, Autoren und Selbständige. Mit Lust und Freude an ihrer Arbeit schätzt sie die Einzelberatungen und den Teamgeist in Kleingruppen.