Modewörter: Statt authentisch, nachhaltig, geht’s auch anders

authentisch sein, ein typisches Modewort

Wir kennen sie alle diese Wörter: Authentisch, Achtsam, Nachhaltig.

Wir nützen sie alle. Aber vielleicht bald nicht mehr. Denn es ändert sich.

Statt Modewörter den Kern des Wortes benennen

Auf Twitter veröffentlichte ich folgende Zeilen:

„Wer steckt hinter einer Marke? Dahinter sind immer Menschen. Mit Geschichten. Lebendig erzählt, transportieren sie die Marke nach außen und tragen zum Wiedererkennungswert bei. Ich mag das Wort „authentisch“ fast nicht mehr. Die Bedeutung davon aber sehr!“

Und weitere Zeilen angehängt im Facebook-Post:

„Denn das macht die Marke persönlich und schafft Verbindung. Echte Fans stellen „ihre“ Marke schon gerne mal auf ein Podest und vergöttern es. Das geschieht, wenn eine Ebene zum Kunden gefunden wurde.“

Über die Reaktionen von zwei befreundeten Kolleginnen freute ich mich sehr.

Zum einen schrieb Maren Martschenko: „So geht es mir auch …“, das komplette Statement hier nachlesen.

 

Der zweite Kommentar kam von Stephanie Wagner: „Oh ja, das Wort steht ganz oben auf der Bullshit-Bingo-Liste …“ (siehe mehr).

 

Wichtig ist die Botschaft!

Das Wort „authentisch“ trägt eine Kernbotschaft, die wichtig ist. Darüber sind wir uns alle einig. Allerdings wird es zu häufig, fast schon als Art „Mantra“ verwendet. Und das ist, was ich schade finde.

Daher mein Selbstversuch an dieser Stelle, ich ersetze das Wort „authentisch“ und benenne es mit anderen Wörtern.

Authentisch bedeutet für mich:

ich selbst sein,

einfach ich,

persönlich sein (dabei muss es nicht bedeuten, dass man Privates der Öffentlichkeit preis gibt, kann man, ist aber nicht notwendig),

ehrlich zeigen,

auf Augenhöhe kommunizieren,

anders sein,

echt,

wahr,

glaubwürdig,

verlässlich und zuverlässig,

ungeschönt, …

 

behutsames marketing socialmediakerstin

 

Das zweite Wort „nachhaltig“ verwende ich in Bezug zu umweltfreundliches Reisen auf meinem Reiseblog Sonnenfernweh.

Der Grund, weshalb es verwendet wird, ist, dass es aus Gründen der Suchmaschinenoptimierung wichtig ist. Die meisten Website-Besucher kommen von Suchmaschinen bei mir und das Verwenden von Schlüsselbegriffen hat eine hohe Bedeutung, um gefunden zu werden. Liebend gerne würde ich darauf verzichten. Ein Test wäre es wert. Allerdings ist es im beruflichen Kontext und für Kooperationen so, dass Aufrufe von Beiträgen wichtig sind. Je höher, desto mehr Chancen hat man für Kooperationen. In welcher Form auch immer die sich gestalten, das ist hier jetzt nicht das Thema des Beitrages.

Da ich meinen Website-Kunden jedoch Suchmaschinenoptimierung ans Herz lege, heißt das im Umkehrschluss, dass ich das auch bei eigenen Projekten umsetze. Mal mehr, mal weniger. Denn ich will mich nicht zum Sklaven der Suchmaschinen und Kooperationspartner machen. Meine Devise ist: Wer näher hinsieht, merkt, welchen Maßstab und Werte ich verfolge. Beinah hätte ich geschrieben, … „merkt, dass ich versuche, authentisch meiner Wertvorstellung treu zu bleiben“. Wo ich wieder bei dem Wörtchen „authentisch“ wäre …

Zweiter Versuch mit dem Wort „nachhaltig“:

langlebig,

wirkungsvoll,

zukunftsorientiertes denken, handeln,

umweltschonend,

ressourcenschonend,

regional und saisonal,

lokal einkaufen,

wirksam,

anhaltend,

beständig,

dauerhaft,

beharrlich,

öko, …

Und jetzt Du! Was ist Dein Wort, das in die Kategorie „Modewort“ fällt und man eigentlich nicht mehr hören und lesen will?

 

authentisch sein, ein typisches Modewort
persönlich sein, schafft Nähe, Vertrauen, …

 

 

Als Beraterin unterstütze ich Tourismusregionen, Selbstständige und Solo-Unternehmerinnen in ihrer Sichtbarkeit. In Einzelberatungen zum Blog- und Social-Media-Marketing erfahren die Teilnehmer*innen auf leicht verständliche Art, warum die Website und der Blog die Schaltzentrale und das Herzstück im Marketingmix sind. Welche Rolle die sozialen Netzwerke spielen und wie darin die Kommunikation gelingt. Seit 2012 bin ich in sozialen Netzwerken als Beraterin tätig und zertifizierte mich als Online-Marketing-Managerin. Ein weiteres Herzensprojekt ist der Radreiseblog Sonnenfernweh. Der Blog berichtet zu Radtouren aus der Metropolregion Hamburg, der Lüneburger Heide und deutschlandweit.
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