marketing strategisch entwickeln

Machen Sie bitte das Marketing | Fallgeschichte

Im Juli bekam ich einen Anruf von einer Heilpraktikerin aus Süddeutschland mit dem Hinweis, sie bräuchte eine Marketingstrategie.

Mithilfe anderer hatte sie schon einige Versuche in Facebook probiert, um ihre Kurse bekannter zu machen.

Wir verabredeten uns zu einem Telefonat, um uns kennenzulernen.

 

Zur Info: Ich nenne sie der Einfachheit mal Erna Wagner. Diese Geschichte fand tatsächlich statt, jedoch ist sie soweit anonymisiert und verfremdet, dass man keine Rückschlüsse ziehen kann.

-> Lust mich zu hören? Während einer Radtour in der blühenden Heidelandschaft nahm ich ein kurzes Video zu diesem Thema auf. :-)

 

Für Zeit und Ruhe sorgen im Strategiegespräch

Im Telefonat klang sie müde, erzählte von einem Vorfall in ihrer Praxis, der sie aktuell sehr beschäftigte und sie eben wenig Zeit hätte. Es stellte sich heraus, dass eingebrochen war. Das ist sicher nicht einfach, doch ich fragte mich, weshalb sie dieses Telefonat mit mir führen wollte und nicht erstmal die Situation klären.

Während unseres Telefonates klingelte ein zweites Telefon und ich gab ihr klar mein Signal, dass sie natürlich ans Telefon gehen kann.

 

Ich wartete rund fünf Minuten, dann kam Erna Wagner zurück.

In ihrer Stimme klang etwas Schwermütiges, als wäre sie gerade an einem Punkt angekommen, wo sie einfach nicht mehr alleine weiter wüßte. Wir unterhielten uns eher oberflächlich zu ihren neuen Programmen, die sie entwickelte, Flyer dazu druckte und nun gerne über Social Media verbreiten wollte. Am Rande bemerkte sie, „das mit Facebook ist ein Buch mit 7 Siegeln, ich weiß nicht, wo ich klicken soll“. Das machte mich hellhörig. Da ich weiß, dass es sehr von Vorteil ist, wenn sich der Kunde zumindest in den Grundzügen mit diesem sozialen Netzwerk auskennt. Wenn es hier Defizite gibt, ist es kein Problem, hier kann ich nachschulen.

 

Bemerkenswert war, als sie von ihren Kursen sprach, dass die Stimme lebendig und leicht wurde. Diese Tonlage war angenehm. Die Heilpraktikerin war vom Fach, das stand zweifelsfrei fest. Der bisherige Karriereweg umfasste mehr als zwanzig Jahre.

 

Facebook ist nicht immer der entscheidende Marketingkanal

Frau Wagner meinte, „schauen Sie sich bitte meine Prospekte näher an, dann können Sie sich einen Einblick verschaffen“.

„Das mache ich sehr gerne“, entgegnete ich ihr. „Senden Sie mir diese per E-Mail oder legen Sie sie in ein Kuvert und senden mir diese zu?“

Erleichtert war ihr Letzteres lieber. „Die Technik will halt nicht immer so, wie ich das wünsche, aber wenn ich es schicken darf, dann ist mir das am liebsten“.

So verblieben wir und verabschiedeten uns am Telefon.

 

Mein nächster Schritt war das Erstellen eines Angebotes. Aber bis das wirklich aus dem Bauch und aus den Fingern heraus kam, dauerte es ein paar Tage. Ich benötigte die Zeit über das Wochenende, um das Gespräch und die unausgesprochenen Zwischentöne einzuordnen. Und um nachzuspüren, ist es für mich stimmig, kann ich mit Erna Wagner wirklich über einen längeren Prozess zusammenarbeiten, und die entscheidende Frage, wie schaffen wir es, Wagners Kurse über soziale Netzwerke zu verbreiten. Und an dem Punkt brauchte es eine Zwischenlösung.

 

Persönlich bin ich zwar seit gut 10 Jahren in Facebook und XING zugange. Nach und nach kamen all die anderen Kanäle dazu.

Kenne aber auch aus Kundengesprächen die andere Seite. Eine Hauswirtschafterin kocht lieber für eine Gruppe von 30 Personen, als dass sie einen Newsletter verfasst.

 

Hinzu kommt bei Erna Wagner, dass der persönliche Kontakt für sie wichtig ist. Sie kann sehr gut erklären, behält dabei die Ruhe, als hätte sie in früheren Jahren einmal einige Klassen unterrichtet.

 

Nach einigen Tagen unterbreitete ich ihr ein Angebot zu einem Strategie-Workshop. Zu diesem war eingeplant, dass ich persönlich hinfahre und wir beleuchten all die markanten Stellschrauben im Marketing. Damit sie am Ende selbst sieht, es war ihr Wunsch und ihr Weg. Ich war da nur die Rolle einer Begleiterin.

 

Wichtig war die Erkenntnis für meine Kundin, dass sie verstand, sie kann diese Planung und das strategisch anpacken, nicht komplett in meine Hände legen. Sie war daran entscheidend mit beteiligt und kann nicht sagen, „Kerstin, machen Sie mal …“.

Denn das ist nicht authentisch, funktioniert nicht und geht voll in die Tonne.

 

Sie verstand es und wir vereinbarten nach dem Workshop einen zweiten Aufbauworkshop, der ihr die Grundzüge von Facebook, Instagram, sowie die Kommunikation in sozialen Netzwerken näher bringt.

 

Das Beispiel zeigte, „bleib immer ehrlich und höre auf dein Bauchgefühl, vertraue auf Menschen, die schon einmal mit dir zusammenarbeiteten, denn diese sind wunderbare Fürsprecher und Multiplikatoren“. Denn Frau Wagner bekam den Tipp von einer befreundeten Nachbarin, die mich über soziale Netzwerke kennenlernte und seit geraumer Zeit „verfolgt“.

 

Aus Sicht eines Kunden: Den Weg der Strategieentwicklung so sehen, als wäre es ein schöner und angenehmer Spaziergang. Zwar kann es ab und an auch anstrengend werden, aber dafür finden wir eine Bank zum Ausruhen.

 

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… so kann es aussehen, wenn man ein Strategiegespräch führt mitten in einer schönen Heidelandschaft!

 

Als "Socialmediakerstin, die mit WordPress" unterstütze ich Solo-Unternehmerinnen und Selbständige in ihren Marketingtätigkeit. Mit eigener Website und Blog im Netz sichtbar zu sein. Über Einzelcoachings oder E-Mail-Services mache ich aufmerksam, auf leicht verständliche Art, welche Vorzüge soziale Medien im Marketingmix bringen. Die Schaltzentrale und das Herzstück im Marketing ist eine performante Website. Seit 2011 bin ich in sozialen Netzwerken als Beraterin tätig. Mit anschließender Zertifizierung zur Online-Marketing-Managerin unterstütze ich Unternehmen der Energiewirtschaft, Coaches, Autoren und Selbständige. Ein Herzensprojekt von mir ist das Radreiseblog Sonnenfernweh. Der Blog berichtet zu Radtouren aus der Lüneburger Heide und deutschlandweit, nachhaltig unterwegs. Im Mai 2018 fuhr ich mit dem Fahrrad quer durch Deutschland. Auf dem Blog berichtete ich darüber.
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