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Keine Kinderfotos ins Netz – 3 Fakten

Das Wohl und die Persönlichkeitsrechte eines Kindes stehen an erster Stelle.

Jedoch ranken sich unzählige Emotionen um das Thema Kinderfotos im Internet.

Persönlichkeitsrechte eines Kindes

Vielen sind die Auswirkungen von der Vervielfachung von Kinderfotos, das Herunterladen und Nutzen im Darknet nicht bewusst.

Stellt euch bitte selbst einmal die Frage, wollt ihr mit 15 Jahren oder mit 50 Jahren auf der Toilette fotografiert und damit im Internet sichtbar sein? Wohl nicht.

Ab wieviel Jahren kann ein Kind die Auswirkungen von Internetkriminalität einschätzen? Ich gehe davon aus, dass dies viele Erwachsene auch heute noch nicht einschätzen können. Wie kann ein Kind mit 7 Jahren sagen, „ja, Mama, ich möchte, dass dieses Bild im Internet erscheint.“

Die Persönlichkeitsrechte eines Kindes, die freie Entfaltung eines Kindes oder das Recht auf Privatsphäre wird durch das Hochladen von Kinderfotos oft missachtet.

Oftmals stehen wirtschaftliche Vorteile der Eltern im Vordergrund. Dazu gehören unter anderem Familienblogger. Ein Bild von einem süßen Kind erzielt oftmals vielmehr Likes, als ohne Kind. Produkthersteller von Kinderkleidung oder Spielzeug ziehen mehr Käufer an, wenn ein Kind beim Spielen oder in der Markenkleidung gezeigt wird. Indoor-Spielanlagen, wie zum Beispiel eine Hüpfburg, bekommt mehr Besucher, wenn mit Kinderfotos geworben wird.

Das Internet vergisst nichts

Einmal ein Bild hochgeladen, kann es auf unerlaubte Weise von Dritten genutzt, vervielfacht oder im Darknet verwendet („missbraucht“) werden. Pädophile Menschen suchen das Internet, insbesondere Foren oder soziale Netzwerke (Facebook, Instagram, Pinterest) nach Kinderfotos ab. Nutzen die Bilder für ihr Vergnügen oder laden es in Foren hoch.

Zusätzlich verletzt man die Privatsphäre und die Rechte am Bild, wenn Kinder in beschämenden Situationen fotografiert werden und man diese Bilder online stellt.

Die Maschen der Internetkriminalität, Cybermobbing und Kindesmissbrauch werden immer dreister. Daher sollte jeder sich beim Hochladen von Kinderfotos genau überlegen, welchen Zweck und Sinn er verfolgt.

Hier hilft auch der einfache 3-Schritte-Plan:

  1. Wofür ist das Hochladen notwendig?
  2. Kann ich auf das Hochladen von Kinderfotos verzichten?
  3. Kann die Situation mit anderen Fotos veranschaulicht werden?

Fremde erkennen Kinder

Stellen Eltern Kinderfotos ins Internet, können Fremde durch zusätzliche Daten, wie Wohnort, Standort oder Namen des Kindes, die Kinder vor Ort aufsuchen. Je mehr Details Eltern über ihre Kinder öffentlich preisgeben, desto leichter erhalten Kriminelle den Zugang zum Abfangen eines Kindes auf dem Weg nach Hause.

„Kind spurlos verschwunden“, liest man in Medien leider nicht selten.

Checkliste Kinderfotos ins Netz stellen

Wenn jemand Kinderfotos ins Netz stellen möchte, dem empfehle ich folgende Checkliste.

  • Ist mein Kind in einem Alter, in dem es wirklich die Auswirkung (in Bezug auf Darknet) versteht und einschätzen kann? (der Gesetzgeber spricht von einem Alter ab 14 Jahren)
  • Zeigen die Kinderfotos Kinder in bekleideter Ansicht?
  • Ist das Gesicht großflächig unkenntlich gemacht oder kann eine Ansicht von hinten verwendet werden?
  • Zeigt das Foto eine peinliche Situation?
  • Hinterfragen, was will ich mit dem Kinderfoto im Netz bewirken? Welchen Zweck soll das Kinderfoto erfüllen? Sind es wirtschaftliche Vorteile für die Eltern oder geht es um das Kinderwohl?
  • Sind keine personenbezogenen Daten in Bezug zum Foto erkennbar? (z. B. Name, Standort, Wohnort)
  • Ist die Privatsphäre-Einstellung auf nur enge Freunde eingestellt? (niemals Kinderfotos öffentlich zugänglich hochladen, dazu empfehle ich auch regelmäßig die Privatsphäre-Einstellungen in sozialen Netzwerken zu prüfen).

 

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Seit 2011 unterstütze ich Menschen in ihrer online Sichtbarkeit. Freiberufler, Tourismusregionen oder kreative Menschen suchen meine Beratung und Unterstützung in Social Media und Online Marketing. Für die Website-Erstellung mit Suchmaschinenoptimierung und Seminare, ob Blog oder Social Media, bin ich Ansprechpartnerin. Mit meinem zweiten Standbein, dem Fahrradblog Sonnenfernweh, berühre ich Herzen und bewege Menschen. Seit 2016 bin ich mit meinem Fahrrad in Niedersachsen und deutschlandweit unterwegs. Für Fahrradthemen mache ich mich stark und berichte auf meinem Blog.
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