Im Homeoffice & mobil kreativer arbeiten

Bis Anfang 2017 arbeitete ich im Homeoffice als Selbständige und Angestellte in Teilzeit. Danach verwirklichte ich meinen Wunsch zur vollen Selbständigkeit. Diesen Neustart erwähnte ich als „Nummer Zwei“ im Blogbeitrag „Mit E-Bike von Lüneburg nach Zürich“.

Im Homeoffice zu arbeiten, schafft mir enorme zeitliche Flexibilität, ermöglicht den größtmöglichen Rahmen an Kreativität und Freiheit.

Die folgenden Punkte beleuchte ich aus meiner persönlichen Erfahrung. Dazu stelle ich dir auch ein Unternehmen vor, welches „Work@Home“ professionell anbietet und anderen Unternehmen mobile Teams zur Verfügung stellt.

Auf dem Blog von Simone Janson, Berufebilder, läuft eine Blogparade passend zum Thema „Arbeiten im Homeoffice – Mobiles Arbeiten“. Am Ende greift sie das mobile Arbeiten auf und möchte zu einer gemeinsamen Ideensammlung und zum Erfahrungsaustausch anregen. Zu den genannten „Ängsten von Arbeitnehmern“ teile ich meine Erfahrungen und einige Ansichten als Introvertierte, die gerne auf den Punkt kommt und wenig Small Talk liebt.

Welche Ängste könnten Arbeitnehmer im Homeoffice haben?

Der Beitrag von Simone Janson greift das Thema auf, dass Arbeitnehmer im Homeoffice vom Unternehmen sich abgeschnitten fühlen können, womöglich nicht alle Informationen des täglichen Geschehens erfahren. Dieses Gefühl kenne ich. Aber zugleich erläutere ich kurz anhand des Small Talks in der Kaffeeküche, dass ich beispielsweise den Gang zur Kaffeemaschine nutzte, um zum einen eine kleine Minipause den Augen und Ohren zu gönnen. Ich hatte wenig Sinn und Lust auf Gespräche. Ich legte darauf weniger Wert. Zum anderen suchte ich in dieser Situation nach weiteren Lösungsansätzen, die genau in den Momenten eines kurzen räumlichen Platzwechsels schon kamen.

Stehen Führungskräfte voll und ganz hinter der „Arbeit von zu Hause und mobil“, setzt sich die Philosophie im gesamten Unternehmen erfolgreich durch.

Wenig Mitarbeiteraustausch, weniger Feedback und höhere Unsicherheit?

Ein Teamleiter oder Personalleiter, der in regelmäßigen Abständen mit seinen Teamkollegen (und damit meine ich auf gleicher Augenhöhe die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an der „Front“) im Austausch ist, wird Neuerungen und aktuelle Informationen auch zum Unternehmen weitergeben. Dabei fließt auch Feedback mit ein. Jedem Mitarbeiter, auch eine Personalleitung oder ein Teamleiter hört ein Lob gerne. Konstruktives Feedback verbessert die Arbeitsweise und sichert die qualitativen Arbeitsvorgänge eines Mitarbeiters und des gesamten Teams. Zugleich schafft es eine höhere Zufriedenheit und bindet die Mitarbeiter an das Unternehmen.

Neben der Arbeit bleibt den Angestellten mehr Freiraum und Zeit für die Familie, den Sport und das Privatleben.

Macht Homeoffice einsam?

An Problemstellungen zu arbeiten, neue Lösungen erdenken, kreativ an Websites und Content für Facebook-Seiten zu arbeiten, löse ich je nach Aufgabenstellung gerne an 7 Tagen die Woche. Dafür teile ich in meinen Kalender auch Raum für Training mit meinem E-Bike ein, gehe direkt von meiner Haustür aus in die Natur oder fahre nach Lüneburg für einen Kinobesuch, einen Weihnachtsmarkt oder ein Netzwerktreffen.

Das Gefühl „einsam oder alleine zu sein“, kann man hinterfragen. Fühle ich mich wirklich einsam oder bin ich glücklich alleine? Zwei unterschiedliche Aspekte. Ich kann sehr gut alleine sein, ohne mich einsam zu fühlen. Denn das gibt es aus meiner Sicht nicht. Wir sind egal wo, immer von Menschen umgeben. Beim Zahnarztbesuch, beim Einkaufen, Busfahren oder, oder.

Wenn ich Kontakt wünsche, kann ich unter anderem Soziale Netzwerke oder Facebook Gruppen aufsuchen und mich an Themengesprächen beteiligen. So bleibe ich bei einem Interessensthema am Ball und gewinne – im besten Fall – neue Erkenntnisse. Ein Ort für „Home-Officler“ ist beispielsweise die Facebook Gruppe von Claudia Kauscheder, „Abenteuer Home-Office“. Austausch, Unterstützung und gegenseitige Hilfe bietet diese Gruppe für jeden im eigenen Büro.

Aus meiner Perspektive ist für ein Team, welches in unterschiedlichen Ländern und im Home Office gemeinsam zusammenarbeitet wichtig, sich regelmäßig zu Videokonferenzen zu treffen, dabei ehrlich und offen auszutauschen, wie es einem geht. Persönlich. Was beruflich ansteht. Welche Probleme den Mitarbeitern am Herzen liegen, wer wem ein Feedback geben kann, etc. Mit einem besonderen Augenmerk sollten Feedback-Runden vor dem gesamten Team stattfinden. So empfinde ich es für wichtig und wertvoll. Psychologisch trägt dies sehr zum positiven Arbeiten bei. Kritik und jegliches Feedback sollte unbedingt mit positivem stärkendem Lob enden. Wenn das gesamte Team im eigenen Homeoffice arbeitet, kann es kaum zwei unterschiedliche Sichtweisen geben, ob physisch im Unternehmen anwesend oder virtuell von zu Hause arbeitend. Lob in schriftlicher Korrespondenz zu äußern, ist immer willkommen, doch wenn dies im Meetingraum vor anderen zusätzlich geäußert wird, ist es eine besondere Geste der Wertschätzung.

Meine oben geschilderten Erfahrungen konnte ich dankenswerterweise während der Zeit als Teilzeitangestellte bei GEFTA erleben.

Dort lebte man die Philosophie. Ich war für 1,5 Jahre als Kundenservicemitarbeiterin eines namhaften Telekommunikationsunternehmens im Homeoffice über GEFTA tätig. Unter Gewährleistung aller Datenschutzbestimmungen. Work at Home funktionierte dort sehr gut. Sicher aus dem Aspekt, da der Unternehmensinhaber, Thomas Dehler, aus meiner Sicht einer der ersten Pioniere auf diesem Gebiet tätig war. Seinem Einsatz verdanken mehrere hundert Mitarbeiter die Möglichkeit, bequem, ohne Anfahrtswege, von zu Hause arbeiten zu können. Er ist Ansprechpartner für Interessierte an der Arbeitsform „Homeoffice und Work at Home“.

Mit der Personalleitung, den Teamleitern und meinen damaligen Kolleginnen und Kollegen wurde ein offener Austausch gepflegt. Für die Rahmenbedingungen schuf das Unternehmen alle Voraussetzungen und unterstützte die Mitarbeiter in jeder Hinsicht. Die Wünsche der Mitarbeiter an die Arbeitszeiten wurden berücksichtigt und so konnte man wesentlich flexibler seine privaten Termine erledigen und war am Ende der Woche mehr als zufrieden. Persönliche Treffen wurden wöchentlich im Meetingraum ermöglicht, für den fachlichen und persönlichen Austausch.

Die im Beitrag von Simone Janson genannten 5 Tipps zur Zusammenarbeit, auch mit kleinen Teams, unterstreiche ich und bin froh, aktuell in ähnlichen Teams zu arbeiten. Sei es im Webdesign alleine Projekte umzusetzen oder mit einem Kollegen, in anderen Projekten mit einer lieben Freundin aus der Schweiz. Egal ob man auf Mallorca, in Österreich, Südtirol oder der Schweiz Ansprechpartner hat, wir sind heutzutage bereits so gut mit digitalen Tools ausgestattet, dass mobiles Arbeiten und Work at Home eine effiziente, kreative und erfolgreiche Arbeit ermöglicht. Home Office, mobil arbeiten

Tools mit denen ich gerne arbeite

  • Zoom, Skype, Google Hangout – für Videokonferenzen und Bildschirmübertragungen
  • Slack – zur schriftlichen und virtuellen Zusammenarbeit, mit erweiterten Chatfunktionen
  • Dropbox, Google Docs – zur Ablage und Zusammenarbeit an Dokumenten
  • Word / Excel / OneNote – zur eigenen (und gemeinsamen) schriftlichen Erstellung von Content

Beispiel einer mobilen Arbeitsform – der Freiraumbus

Mobiles Arbeiten aus dem Freiraumbus, das setzt mittlerweile seit ein paar Jahren die Münchnerin und liebenswert genannte “Freiraumfrau”, Angelika Bungert-Stüttgen, um. Sie zeichnet, brachte kürzlich ihr erstes Buch, eine Comicbiographie und das Kartenset heraus, fährt leidenschaftlich mit ihrem „Freiraumbus“ in die Natur, um in Ruhe und Freiraum kreativ arbeiten zu können.

Mir gefiel dieser Gedanke, seit ich ihn zum ersten Mal hörte. Früher entdeckte ich diese Form des Reisens mit dem Wohnmobil, mit dem ich durch Westkanada an so herrlichen Landschaften, den Rocky Mountains, vorbeikam. Direkt an Sehenswürdigkeiten oder auf Rastplätzen konnten man stehenbleiben. Aussteigen. Wandern oder – so mache ich es vielleicht bald künftig – dort auch arbeiten. Einzige Voraussetzung: stabiles Internet. Das sollte heutzutage aber auch machbar sein. Wer weiß, wann dieser Traum für mich in Erfüllung geht.

Doch nun konzentriere ich mich erstmal auf meine im Mai 2018 geplante E-Bike-Tour. Von Lüneburg über Bad Salzuflen, weiter nach Würzburg bis Zürich verläuft die derzeit geplante Strecke. Ich freue mich schon jetzt sehr darauf und möchte damit anderen Mut zu neuen, vielleicht erstmal ungewöhnlichen, aber durchaus praktikablen Arbeitsweisen machen. Nachhaltiges ökologisches Reisen ist ein weiterer Hauptaspekt, auf den ich während der Tour durch Blogbeiträge aufmerksam machen möchte.

Wer mein Projekt E-Bike-Tour durch Sponsoring unterstützen will, erreicht mich per E-Mail am schnellsten. Mit dem Sponsoring decke ich entstandene Kosten. Diese halte ich durch einfache günstige Übernachtungen auf möglichst niedrigem Niveau. Hinzu kommt Wartung und Pflege des E-Bikes. Kosten und Sponsorengelder werden offen dargelegt (wer anonym bleiben möchte, respektiere ich selbstverständlich). Alle erfahrenen und zusätzlich erhaltenen Gelder fließen in die weitere Erforschung des Pankreaskarzinoms an ein Institut im Großraum Hamburg.

Im Homeoffice & mobil kreativer arbeiten
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2 Gedanken zu „Im Homeoffice & mobil kreativer arbeiten

  • 5. Dezember 2017 um 12:12
    Permalink

    Liebe Kerstin,

    es freut mich sehr zu lesen, dass dich das Mobile-Home-Office auch inspiriert. Mir persönlich gefällt, dass ich meine persönlichen Dinge dabeihabe, also mein Schneckenhaus und zusätzlich Arbeit und Leben verweben kann. Nicht immer, aber immer öfter bin ich so unterwegs. Ich habe ja trotzdem einen festen Wohnsitz.
    Generell denke ich, es gibt keine pauschale Lösung für das neue Arbeiten, sondern jeder Firma, jeder (Einzel-)Unternehmer muss/darf für sich rausfinden, wie die ideale Lösung aussieht. Für mich ist der Freiraumbus auf jeden Fall genau das, was ich für mich immer gesucht habe.

    Liebe Grüße,
    Angelika

    Antworten
    • 6. Dezember 2017 um 11:51
      Permalink

      Vielen Dank, liebe Angelika, dass du von deinen Erfahrungen mit mobilem Arbeiten sprichst.
      Ja, ich denke, dass es auch keine pauschale Lösung geben kann, und nicht in jeder Branche umsetzbar ist (noch nicht). Aber wer weiß, vielleicht ändert sich das in der Zukunft.
      Das Wichtigste, und du hast es auch geschrieben, finde ich ist, die Bereitschaft und Offenheit für neue Wege zu haben. Jeder darf für sich die idealste Form seiner Tätigkeit finden. Und darin liegt ein guter Ansatzpunkt. Damit setzt man Kreativität frei, diese wiederum sorgt für neue Lösungen und Wege.

      Viel Freude wünsche ich dir weiterhin in deinem „>>Freiraum<<bus" und viele gute Ideen.

      Liebe Grüße
      Kerstin

      Antworten

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