heidelila freude

Facebook offline ist das neue „Gefällt mir“

Da stand die niedersächsische Radfahrerin vor der Bananenkiste und nimmt für gute Nerven ein paar Bananen mit im Einkaufskorb. Plötzlich schallt es laut aus dem rechten Ohr. Der niederbayerische Netzwerk-Zwerg verträgt die Online-Welt nicht mehr. Seit 29. Juli 2019 nimmt man ihm sein letztes Herzstück, den „Gefällt mir“ Button. In großem Aufmarsch kommt ein Platzhirsch und verdeckt die ganze Seite, bis man ihn mit einem Kick vom Spielfeld jagt. Endlich Ruhe bei der Datenjagd, denkt sich Netzwerk-Zwerg und überlegt sich etwas richtig Schelmisches …

Werbepause, … ähm, Aufklärungsphase: In der Tat kam es am 29. Juli 2019 zu einem Entscheid des Europäischen Gerichtshofes gegen ein Online-Unternehmen, das den „Gefällt mir“ Button auf seiner Website nutzte. Mir war schon lange klar, diesen „Hirschen“, den „Gefällt mir“-Button jag ich nicht, ich lauf‘ lieber den Sh(e)ariffs hinterher. (Das ist ein Plugin, der „Shariff Wrapper“, das man datenschutzkonform zum Teilen von Beiträgen nutzt. Diese runden bunten Dinger findet man auch unter diesem Beitrag. Und wer mehr zu diesem Beschluss lesen mag, das steht alles auf einem anderen Blatt ganz ausführlich).

Ende der Aufklärungsphase, der niederbayerische Netzwerk-Zwerg lacht noch immer schelmisch …

„Weißt du, liebe niedersächsische Radlerin, wir machen morgen Abend einfach mal das neue Facebook-Live auf der Gartenparty“.

Da grinse ich ihn an und frag, wie er das meinte.

„Hoho, so easy, ich stups an den Tischen die Gäste am Oberarm leicht an, vielleicht lädt man mich daraufhin ein, ein Weinglas mit „Gefällt mir“ zu drücken. Noch viel schöner kann’s sein, wenn statt Smartphone der Bierdeckel in all seinen Funktionalitäten endlich als Neuerscheinung rauskommt, genau morgen beim Gartenfest im Nachbardorf. Denn da kennt man uns nicht. Da kann man das Bierfilzl (also Bierdeckel auf bayrisch ;-) ) zum Kartenhaus bauen nutzen und mit den Leuten von Face to Face reden, wann hat man das schon? In der online-netten Welt kriegt man täglich eins auf’n Deckel. Die roten Bimmelzahlen im Facebook schwirren einem so ums Ohr, das mach‘ ma morgen mal in der lieben offline Netzwerk-Welt. Des gibt a Gaudi!“

„Ok, wenn du meinst, dann fahren wir mit dem Radl hin und wenn dir das so gut gefällt, dann kannst du das ja ausprobieren“.

„Jo weißt, da trinkst a Radler zum Radl, des is gscheider und ich stups a bissl die Leut an, vielleicht spendiert jemand ein „Gefällt mir“ mit seinem Bierglasl“.

„Echt, ich trink kein Bier und ob das eine gute Idee ist, nicht dass wir dann noch im Dorf-Facebook-TV kommen. Du weißt, jetzt ist Heideblütenzeit, da sind alle Heidelila und lustig drauf“.

„I sag nur eins, des Facebook offline ist das neue „Gefällt mir“, und mir sing ma am Radl scho beim Hinfahrn, ‚auf der Lüneburger Heide, da gfällt mir’s lila guat‘“.

„Wen bringen wir mit?“ frag ich Netz-Zwergerl.

„Hach, des mach ma ganz einfach, da stell ma des in die Veranstaltungen ein und schick mas an zig tausende Freunde, dann wissen’s alle Bescheid. Am besten ungefragt, weil’s bressiert, … ähm eilt. Mir ham nimmer lang Zeit, des is scho in 24 Stunden, los, los, mach mal!“

„Mach du das nur ruhig, ich hab jetzt Feierabend“, delegierte ich die Sache lieber mal an den netten Zwerg weiter.

Der niederbayerische Netzwerk-Zwerg hatte es richtig schnell gemacht, unter all seinen Freunden, Gruppen und auf’s eigene Profil geteilt, damit alle wußten, dass morgen die offline-Party ist.

 

… und wenn die niedersächsische Radfahrerin mit dem kecken niederbayerischen Netzwerk-Zwerg mit dem Radl ohne Radler zum Gartenfest radelt, dann haben sie die größte Freude, weil offline sein, ist der schönste Sommerhit des Jahres! Probier‘ du es doch auch mal aus. :-)

 

Offenlegung: Der Netzwerk-Zwerg wurde nicht gesponsert, aber hatte ersichtlich zuviel Kaffee intus. Den er sich selbst kochte mit Kaffeepulver, Handfilter und ’nem Spritzer Milch. Ähnlichkeiten oder Gemeinsamkeiten sind völlig auszuschließen, Markennamen verwendete man nur zum Spaß an der Freude. Anlässlich 10-jährigem Facebook-Jubiläum geht’s auf das nächste Level, und wen es nicht interessiert, der klickt einmal zurück auf den Start. Etwas Jux und Dollerei im internetten Zeitalter darf auch mal sein, sonst wird’s zu schnell langweilig und einsam. Aber so schafft man sich Freunde im schönsten Netzwerk aller Netzwerke.

Als "Socialmediakerstin, die mit WordPress" unterstütze ich Solo-Unternehmerinnen und Selbständige in ihren Marketingtätigkeit. Mit eigener Website und Blog im Netz sichtbar zu sein. Über Einzelcoachings oder E-Mail-Services mache ich aufmerksam, auf leicht verständliche Art, welche Vorzüge soziale Medien im Marketingmix bringen. Die Schaltzentrale und das Herzstück im Marketing ist eine performante Website. Seit 2011 bin ich in sozialen Netzwerken als Beraterin tätig. Mit anschließender Zertifizierung zur Online-Marketing-Managerin unterstütze ich Unternehmen der Energiewirtschaft, Coaches, Autoren und Selbständige. Ein Herzensprojekt von mir ist das Radreiseblog Sonnenfernweh. Der Blog berichtet zu Radtouren aus der Lüneburger Heide und deutschlandweit, nachhaltig unterwegs. Im Mai 2018 fuhr ich mit dem Fahrrad quer durch Deutschland. Auf dem Blog berichtete ich darüber.
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