Dem eine Stimme geben … | Roter Salon in der IHK Lüneburg-Wolfsburg

Im Bus von Lüneburg nach Amelinghausen klangen die Worte „dem eine Stimme geben“ noch länger nach. Als in Embsen gefühlt zwei Schulklassen in den Bus nach Hause stiegen, blieben die Schüler*innen wie gewohnt ruhig. Plauderten untereinander, während sie wie Heringe im Gang standen. Keiner erhob die Stimme. Niemand machte seinem Unmut laut.

Anders hingegen tut es gut daran, seine Stimme zu erheben. Ob Frauen in ihrem Beruf oder bei Umwelt- und Klimaproblemen.

Ist einem ein markanter Satz so im Gedächtnis geblieben, ist möglicherweise ein Zusammenhang mit einer aktuellen Situation gegeben. Bewusst wurde es mir erst im Bus bei meiner Rückfahrt von dem Unternehmerinnenfrühstück „Roter Salon“ der IHK Lüneburg-Wolfsburg.

IHK Lüneburg-Wolfsburg: „Roter Salon“ im März 2019

Sonja Bausch, IHK-Beraterin für Unternehmensförderung und Gründerin des Roten Salons, initiiert das Unternehmerinnenfrühstück seit 2016. Zwei- bis dreimal im Jahr finden diese Netzwerktreffen statt. An denen selbstständige Unternehmerinnen und Angestellte zum Austausch, Kennenlernen und gegenseitiger Unterstützung sich treffen.

…. dem eine Stimme geben

Diese Worte fielen in der Abmoderation von Sonja Bausch im Hinblick auf künftige Netzwerkveranstaltungen. Im November ist geplant, eine Referentin für die Stimme einzuladen, um näher auf die Wirkung der Stimme einer Frau einzugehen. Denn im Jahr zuvor sprach Stephanie Wagner als Referentin vor 280 Unternehmerinnen über die Stimme, dieser mehr Kraft und Mut zu schenken. Das Skript des Vortrages habe ich verlinkt.

Und das war ein persönliches Aha-Erlebnis, zu dem ich in naher Zukunft auf meinem Blog Sonnenfernweh näher eingehe.

IHK Lueneburg Wolfsburg
mittig das IHK-Gebäude am Platz am Sande in Lüneburg

„Montags kann ich immer kotzen“ – Buch von Anja Niekerken

Am Unternehmerinnenfrühstück stimmte man sich in der Begrüßung auf den bevorstehenden Internationalen Tag der Frau ein. Szenisch wirkungsvoll eingesetzt zeigten Aufnahmen von Markenbotschaftern die Rolle der Frau früher und heute. Nachdenklich, mit einem Hauch an Ironie, stellte man klar, dass das Frauenbild sich in vielerlei Hinsicht noch ändern darf, man aber auch auf positive Beispiele zurückblicken kann. Es ist nicht zu übersehen, dass Männer sich für eine Gleichstellung einsetzen. Doch bedarf es hier einer langfristigen Auseinandersetzung beider Geschlechterrollen.

In den Roten Salon lud man Anja Niekerken ein, Managementtrainerin, WingWave® Coach, Reiss Profile Master, Expertin für Natural Leadership und Autorin. Sie las aus ihrem im Mai 2018 erschienen Buch „Montags muss ich immer kotzen – erste Hilfe gegen Arbeitsübelkeit“, erschienen im BusinessVillage Verlag.

Provokant lautet der Buchtitel. Doch wenn man Einblick bekommt, spürt man nach wenigen Minuten, es zeigt reale Tatsachen. Von der wahren Stunde der ungeliebten Tätigkeiten, bis zu den Sonnenstunden im Herzensbusiness, lässt die Autorin zu überwindende Schwierigkeiten und Hürden nicht unerwähnt. Welche Beziehung pflege ich zu meinem Beruf und meiner Berufung, ob angestellt oder selbstständig? Ein einprägsames Beispiel einer Reinigungsdame, die aus ihrer unglücklichen Arbeitssituation das für sie Bestmögliche herausholte, machte deutlich, dass man seine Situation ändern kann, mit einer Portion Mut und Wille. Kommt auf die Brille an, durch die man auf die Welt blickt. Anja Niekerken referierte kurzweilig und inspirierend.

In der Abmoderation von Sonja Bausch blickte man auf vier künftige Veranstaltungen, die Interesse und Neugier wecken:

20. Juni Roter Salon in Buchholz/Nordheide
17. September Nordtalk in Winsen/Luhe
7. November Roter Salon in Lüneburg
27. November Jahresabschlussrunde in Lüneburg (einfach mit der IHK Lüneburg-Wolfsburg Kontakt aufnehmen bei Interesse, es lohnt sich, dabei zu sein).

Mit vielen Frauen an runden Stehtischen kam ich ins Gespräch.

Darunter entdeckte ich die Geschäftsinhaberin Claudia Klamp von dem Lüneburger Café Zeitgeist. Aus der Küchenmanufaktur des Zeitgeistes stammte das reichhaltige und genussvolle Tagungsbuffet. Vom knackig frischen Gemüsesnack, dem Salat in kleinen Gläsern, bis zur Quiche und feinen süßen Leckereien, blieb kein Gaumengenuß und Magen leer.

Speisen vom Cafe Zeitgeist
Am Ende des Unternehmerinnenfrühstücks nutzte ich die Gelegenheit, einige Fotos zu machen. Alles war liebevoll dekoriert und zubereitet.

Das Café Zeitgeist legt Wert auf regionale Zulieferer. Die Inhaberin verriet mir, dass die Kaffeebohnen aus einer familiär geführten Rösterei aus Wedel kommt. An Kaffeeseminaren zeigt die Rösterei direkt im Café Zeitgeist Wissenswertes über die Zubereitung, der Röstung und Testung rund um die kleine braune Kaffeebohne.

Neben Nachhaltigkeit beachtet man verschiedene Lebensmittelunverträglichkeiten. Doch mit Unverträglichkeiten muss niemand auf Genuss verzichten!

Dieses Kleinod unter den Cafés in Lüneburg fand ich im April 2016. Als ich ein erstes Mal Lüneburg für mich entdeckte und erlebte. Neben einer gemütlichen Sightseeingtour, einem Besuch des Salzmuseums und dem sagenhaften Blick vom Wasserturm auf die Hansestadt, lockte ein freier Platz auf der Außenterrasse auf eine feine Tasse Kaffee. Das war „Kaffeeliebe auf den ersten Blick“.

Ein persönliches Treffen und Kennenlernen kann kein soziales Netzwerk ersetzen. Facebook, XING & Co. können aber sinnvoll auf wichtige Themen und Netzwerktreffen aufmerksam machen und den Austausch vertiefen.

 

Dem eine Stimme geben … | Roter Salon in der IHK Lüneburg-Wolfsburg
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Kerstin Paar

Als "Socialmediakerstin, die mit WordPress" unterstütze ich Solo-Unternehmerinnen und Selbständige in ihren Marketingtätigkeit. Mit eigener Website und Blog im Netz sichtbar zu sein. Über Einzelcoachings oder E-Mail-Services mache ich aufmerksam, auf leicht verständliche Art, welche Vorzüge soziale Medien im Marketingmix bringen. Die Schaltzentrale und das Herzstück im Marketing ist eine performante Website. Seit 2011 bin ich in sozialen Netzwerken als Beraterin tätig. Mit anschließender Zertifizierung zur Online-Marketing-Managerin unterstütze ich Unternehmen der Energiewirtschaft, Coaches, Autoren und Selbständige. Ein Herzensprojekt von mir ist das Rad-Reiseblog Sonnenfernweh. Dieses berichtet zu Radtouren aus der Lüneburger Heide und deutschlandweit, nachhaltig unterwegs. Im Mai 2018 fuhr ich mit dem Fahrrad quer durch Deutschland. Auf dem Blog berichtete ich darüber.