Inbound Marketing – Definition: Was ist das?

Einfach erklärt – Mit Inbound Marketing werden deine Klienten oder Kunden auf dich aufmerksam, ohne Werbeslogans nach außen zu tragen. Es ist anziehendes Marketing (Pull-Strategie), statt dem „Hier biete ich an zum Preis XYZ“-Marketing (also der Push-Strategie oder den oftmals herkömmlichen Werbe-Marktschreiern). Inbound-Marketing ist nichts Neues, es wird oft als besonderes „Wort“ (Buzzword = Modewort) verwendet, um als Internetmarketer auch auf sich aufmerksam zu machen.

 

Wer einmal von der „nach außen“ getragenen Werbung einen Schritt zurücktritt und überlegt, ob man das selbst lesen mag und einen das anspricht, wird schnell merken, dass jedes angepriesene Schnäppchen „nur heute zum Superpreis von XYZ Euro“ auch schon gestern oder vor einem Monat dagewesen ist. Es ist ersetzbar, austauschbar, wird von Mitbewerbern übernommen und der Kunde wird diese Werbeslogans irgendwann ausblenden oder absichtlich wegklicken.

Dagegen versteht man unter der Pull-Strategie, also dem Inbound-Marketing, dass man sein Angebot oder Dienstleistung so für seine Kunden gestaltet, dass diese sich wie von einem Magneten angezogen fühlen.

Inbound Marketing - sich finden lassen, ohne werben zu müssen
Zwei die einander gefunden und magnetisch sich angezogen haben (Definition: Inbound Marketing – Sich finden lassen ohne werben zu müssen)

Frag dich einmal,

  • „Womit kann ich meine Klienten oder Kunden zufrieden stellen?“
  • „Warum ist mein Angebot die Lösung für ein Kundenproblem?“
  • „Was ist das Attraktive an der Dienstleistung?“

Ist es vielleicht eine Zusatzleistung, die der Kunde beim Mitbewerber nicht bekommt. Oder belegst du mit deinem Angebot eine Nische, die es so auf dem Markt noch nicht gibt. Oder, und dies ist ein sehr entscheidender Faktor aus meiner Sicht, werden Werte von dir wirklich gelebt. Also sind für dich Vertrauen, Ehrlichkeit, Zuverlässigkeit, Geduld, Offenheit nicht nur Wörter, sondern bist du sie und lebst sie auch.

Manchmal kann es sein, dass sensible Menschen abwarten und bei anderen als unzuverlässig erscheinen oder dass gesagt wird man sei unklar. Das kann durchaus so sein, doch wer beruflich miteinander arbeitet sollte die Vergangenheit nicht völlig ausblenden und sich selbst fragen, war mein Kollege denn tatsächlich unzuverlässig? Hatte ich nie eine Antwort bekommen oder liegt es an einem eigenen Denkmuster, Zweifel oder Verlustangst?

Dafür gibt es nur eine Lösung und die heißt: Miteinander reden. Von Angesicht zu Angesicht. Über die heutigen modernen Kommunikationsmittel wie Google Hangouts oder Skype spielt eine Entfernung keine Rolle mehr. Derjenige zeigt Charakterstärke, starken Willen und Engagement wer vergangene Erfolge miteinbezieht und dem anderen weiterhin vertraut, um eine Unstimmigkeit zu einem neuen gemeinsamen Miteinander oder aufeinander hin zu ermöglichen. Wenn man über den eigenen Schatten springt, den ersten Schritt macht und auf den anderen hingeht. Ich benütze weniger das Wort „zugeht“, denn im Wort „zu“ wird wieder etwas zugemacht, statt geöffnet.

Das A und O ist die Kommunikation, die Wertschätzung, gelebte Werte, hilfreiche Informationen, eine Problemlösung für den Kunden XYZ, eine Wegbegleitung im Coaching, eine Unterstützung in der Kundenberatung oder ein problemlösendes Produkt für Menschen. Antworte mal auf die wichtige Frage: welche Lösung bietest du für wen über welche Transport- oder Kommunikationswege an? Zu welchem Preis?

Anschließend erstelle die Inhalte so, dass sie den Leser nicht während seiner Aktivitäten unterbrechen, also durch Spam, unerlaubte Zusendung von E-Mails oder beim Lesen deines Artikels durch aufpoppende Werbung oder durch Aufforderung zum Eintrag in den Newsletter.

Beim Inbound-Marketing bleibt der Aktivitätenfluss ungestört und ungehindert.

Wie du mit Inbound Marketing magnetisch Kunden anziehst

Mit folgenden Aktionen kannst du wirkungsvoll für dich werben lassen.

Es zählen hierzu

  1. eine Bereitstellung von Inhalten, wie Texten, Videos, Tutorials, Whitepaper, Podcasts und mehr, (= Content Marketing)
  2. ein Finden von wichtigen Personen, die wiederum einen großen Grad an Einflussnahme auf andere haben,  (= Influencer)
  3. einem öffentlichen Bekanntmachen und Mitteilen von Fachwissen, dem Aufbau von Vertrauen bei Entscheidern und seinem Umfeld, sowie der Aufklärung über das Nischenprodukt oder der Dienstleistung, (= Public Relations)
  4. einem aktiven Aufbau einer Community in Sozialen Netzwerken, in Netzwerken seiner Heimat oder ortsungebundene Gemeinschaften, mittels Mund-zu-Mund-Verbreitung, (= Social Media Marketing)
  5. einer Nutzung moderner Kommunikationskanäle, wie E-Mail oder über Mobilgeräte, (= E-Mail- und Mobile-Marketing)
  6. einer Optimierung der Website, des Blogs, um möglichst zielgerichtete Ergebnisse zu erhalten, (= Suchmaschinenmarketing/-optimierung und einer Optimierung der Conversion, diese entspricht dem Prozentsatz von Besuchern einer Website, die eine im Voraus von dir festgelegte Handlung tätigen).

Welche Schritte unterstützen dich im Inbound-Marketing?

Überlege dir deine Ziele, deine Zwischenschritte, was du, bis wann, durch wen erreichen willst.

Beispielsweise sollen Menschen mit einem gutbesuchten und hochwertigen Blog zu deinem Produkt eine Rezension oder eine Bewertung schreiben und veröffentlichen. Nun überlegst du dir Schritte zur Realisierung. Zu welchen Produkten sollen die Blogger etwas schreiben? Sind es Produkte aus einem neuen Sortiment oder sollen ältere Produkte neu aufbereitet und erst nochmal unabhängig getestet werden? Liegen bereits erste Produktbewertungen vor und sollen weitere bis zu einem Zeitpunkt XYZ hinzukommen?

Im nächsten Schritt überlegt man sich, an wen richtet man sein Anliegen. Wählt entsprechende Influencer aus und schreibt diese im letzten Schritt an. Nach und nach wird eine Beziehung zu Erstkunden, Bloggern oder Interessierten aufgebaut, die zu wertvollen Stammkunden werden können. Dies im besten Fall auch werden sollten.

Eine gut geplante Strategie oder mit Unterstützung eines Experten sind diese Schritte leicht durchzuführen und bereiten für beide Seiten Freude und Spaß.

Freude, Spaß und Begeisterung sind dabei wichtige Schlüsselbegriffe. Denn man möchte mit einer positiven Stimmung nach außen treten. Einem Gefühl von Vertrauen, dass sein Produkt oder Dienstleistung dem Kunden auch wirklich einen Mehrwert bietet. Ein Zweifel oder ein mangelndes Selbstbewusstsein, behindert den Außenauftritt und die Sogwirkung. Man will ja schließlich magnetisch wirken.

Suchende werden durch deinen Internetauftritt, durch dein öffentliches Auftreten in Vereinen, durch einen Gastvortrag in deiner Heimat oder durch die Nutzung der Social Media Plattformen auf dich aufmerksam. Finden dein Angebot attraktiv. Wünschen sich die Erfüllung der Dienstleistung. Kommen mit dir ins Gespräch. Ihr telefoniert oder korrespondiert per E-Mail. Lernt euch vielleicht danach persönlich kennen und stellt fest, ja, deine Beratung, dein Angebot findet beim Klienten Zuspruch.

In fünf Schritten vom Sich finden lassen über die Kundenbindung zur Erfolgsmessung

Schritt 1: Sich finden lassen

Wertvolle Inhalte, Suchmaschinenoptimierung (in Englisch: Searchengineoptimization, kurz SEO) und eine On-/Offpage-Optimierung unterstützt das Finden in Suchmaschinen, wie beispielsweise Google, Yahoo oder Bing. Dazu erwähnte ich wichtige Punkte im Bereich SEO im vergangenen Beitrag zur Textlänge.

Schritt 2: Begeisterung verbreiten

Inhalte die überzeugen, interessant und hilfreich sind, sich von anderem überzeugend hervorheben durch erstklassige Arbeit und Service, werden begeisternd und gerne gelesen. Der Anbieter sollte sein Angebot jedoch so veröffentlichen, dass es als Geschichte wahrgenommen wird und nicht wie eingangs erwähnt, als plumper Werbeslogan „hier, kauf mich oder bleib fern“. Das erzeugt keine Begeisterung. Genausowenig wenn in einem Newsletter wenig oder nichts Neues zu lesen ist, als man eh schon im Internet oder über den RSS-Feed lesen konnte. Wenig Interesse oder Begeisterung weckt es beim Leser, wenn man über Lebensabschnittsverhältnisse oder gesundheitliche Befindlichkeiten informiert wird. Welchen Nutzen bietet dies dem Leser? Das ist eine Frage, die man sich vor dem Schreiben eines Newsletters fragen sollte. Oder nochmal nach dem Verfassen. Bietet es jetzt immer noch den Mehrwert und lohnt das Veröffentlichen des Textes?

Denn nach dem Veröffentlichen sollte es den Leser zum nächsten Schritt führen. Hilfreich ist hier auch das Schreiben von Geschichten, etwas das eine Spannung und Neugier weckt. Zum Storytelling, also dem Geschichten erzählen, verfasste ich an anderer Stelle bereits einen Artikel.

Nächster Schritt 3: Akzeptanz des Angebotes

Nun ist der Kunde vom Produkt endgültig überzeugt und kauft, oder der Klient möchte unbedingt deine Dienstleistung in Anspruch nehmen, ist es eine Hypnose, ein Coaching, eine Social Media Beratung oder ein Rhetorik-Training.

Wer jetzt während diesem Prozess auf herkömmliche Werbestrategien zurückgreift, kann die Werbewirkung verstärken. Also einfach erklärt, setzt du nun beim Abschluss beispielsweise einer Reisebuchung lustige und witzige Give-Aways ein, oder als Dankeschön ein Präsent, freut sich der Kunde zum einen über die gute Beratung, die in Anspruch genommene Dienstleistung und den zusätzlichen Gewinn eines Präsentes. Jetzt zeigt sich erneut die Freude und der Spaß auf beiden Seiten, auf Anbieter- und Kundenseite.

Schritt 4: Kundenbindung

Gehen nun die Kunden aus dem vorangehenden Beispiel zufrieden aus dem Reisebüro nach Hause, werden sie begeistert ihren Nachbarn und Freunden von diesem erstklassigen Service des Reisebüros erzählen. Und natürlich kann das Reisebüro am nächsten Tag neue Kunden begrüßen, nämlich die Nachbarn der begeisterten und zufriedenen Kunden vom vorangehenden Tag.

Diesen Idealfall findet man und es ist die beste Mund-zu-Mund-Propaganda. Durch zusätzliche Massnahmen kann dies verstärkt werden. Häufig findet man den Slogan, erzähle es bei Facebook deinen Freunden weiter und du bekommst für jede Neuempfehlung 10 % Rabatt auf deine nächste gebuchte Urlaubsreise, oder so ähnlich.

Auch bei der Kundenbindung kann der Kreativität freien Lauf gelassen werden und mit ausgefallenen Ideen punktet man erneut. Der Kreislauf beginnt wieder von vorne, durch einzigartige Massnahmen wirkt man magnetisch und zieht Kunden an.

Letzter Schritt 5: Erfolgsmessung

Letztendlich sollen alle Massnahmen zum Erfolg führen. Dies kann man erst dann messen, wenn im Vorfeld Gedanken sich dazu gemacht hat. Die anvisierten Ziele und Vorhaben, was einem wichtig ist und was man erreichen will. Das kann bei Jedem unterschiedlich und anders lauten.

Die Zielkontrolle und Erfolgsmessung ist zum einen für den Erfolg wichtig, zum anderen, um neue Strategien zu entwickeln und Anpassungen der Dienstleistung oder der Produkte vornehmen zu können.

 

Im Überblick die Schritte des Inbound Marketing 

Phasen im Inbound Marketing
Phasen des Inbound Marketing

 

 

Inbound Marketing – Definition: Was ist das?
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Kerstin Paar

Als Online-Marketing-Beraterin unterstützt Kerstin Paar Solo-Unternehmerinnen und Selbständige in ihren Marketingtätigkeit und im Netz mit eigener Website sichtbar zu sein. Über Einzelcoachings oder E-Mail-Services zeigt sie auf leicht verständliche, kompetente und sympathische Art die Vorzüge der Sozialen Medien und den wirkungsvollen Einsatz einer eigenen Website auf. Eine performante Website ist das Herzstück im Marketing. Ein Herzensprojekt der Online-Marketing-Fachfrau mit Reiselust ist das Bloggen auf ihrem Reiseblog "Sonnenfernweh". Als Reisebloggerin schreibt sie Reiseberichte, inspiriert von ihren Unternehmungen mit dem E-Bike und für Tourismusregionen. Im Mai 2018 war sie damit quer durch Deutschland unterwegs. Seit 2011 ist Kerstin Paar in sozialen Netzwerken als Beraterin tätig. Mit anschließender Zertifizierung zur Online-Marketing-Managerin unterstützte sie Unternehmen der Energiewirtschaft, Coaches, Autoren und Selbständige. Mit Lust und Freude an ihrer Arbeit schätzt sie die Einzelberatungen und den Teamgeist in Kleingruppen.