Wie erstelle ich einen Blog?

Oder, worauf ist bei der Erstellung eines Blogs zu achten. Welche ersten Schritte führten mich zum selbstgehosteten Blog?

Aus meinen Erfahrungen schildere ich Dir die Situation, von der Du profitieren kannst und Dir Umwege ersparst. Mit Überlegungsfragen möchte ich Dich in Entscheidungen unterstützen und sie können Dir verschiedene Wege aufzeigen. Denn nur den einen richtigen oder passenden Weg gibt es nicht. Einen möglichen Weg kann ich Dir aber im Folgenden skizzieren. Als Wegbegleiterin bin ich für Dich gerne da. Bei weitergehenden Fragen schreib mich an.

Mit welchen Zielen begann ich zu bloggen?

Über andere Reiseziele schreiben, von anderen Lebensgewohnheiten berichten und von den Schönheiten des besuchten Urlaubslandes informieren. Von den Erzählungen verdienen stand anfangs nie im Vordergrund. Dazu rate ich auch keinem Neu-Blogger das Geld in den Vordergrund zu stellen. Eine fundierte Basis erlangt ein Blog mit gut recherchierten Beiträgen, Wissenswertem, Antworten auf Fragen der Suchenden.

Frag Dich vor dem Start:

Was sind meine Ziele, was ist mein Thema, wofür brenne ich leidenschaftlich und möchte nicht mehr aufhören darüber zu berichten, Vorträge zu halten oder ein Buch zu schreiben.

Wobei das ein fortlaufender Prozess ist, ich überlege mir regelmäßig, wohin geht die „Blogreise“ – ändert sich der Fokus? Und ja, das war bei meinem Reiseblog Sonnenfernweh schon öfters.

Wie Du Dein Blogthema findest?

Überlege Dir, was machst Du hauptsächlich am Tag? Klar zur Arbeit gehen, oder Du bist bereits selbständig und nutzt eine einfach erstellte Website als Visitenkarte im Internet. Zu Deiner Selbständigkeit findet sich sicher eine breite Themenvielfalt und das ist eine ideale Bedingung für einen Blogstart.

Der Blogtitel, also der Name der Domain kann ein Fantasiebegriff sein, sollte im besten Falle aber ein wichtiges Schlüsselwort enthalten. Muss aber nicht. Du kannst auch nur Deinen Namen wählen, ob auseinandergeschrieben oder zusammen. Leichter lesbar ist es mit Bindestrich. Zum Buchstabieren zusammengeschrieben.

Wer ist Deine Zielgruppe?

Bei dieser Frage hilft ein tiefergehendes Eintauchen in die Welt des Menschen, für den Du liebend gerne morgens aufstehst, wo Du gerne kurzfristig eine Beratungseinheit einschiebst.

Wie sieht Dein Lieblingskunde aus, wie kleidet er sich, welches Budget plant er zur Verwirklichung seines Business, wohin reist er gerne, mit welchen Verkehrsmitteln ist er täglich unterwegs, welche Reiseziele bevorzugt er, mit welchen Zutaten bereichert er seinen täglichen „Speiseplan“ – isst er gerne italienisch, griechisch oder doch asiatisch?

Schau genau hin. Nimm Dir dafür ausreichend Zeit. Denn die Zielgruppenwahl ist entscheidend für Dein weiteres Marketing, die Website und Blog.

Frag Dich aber auch, mit wem arbeite ich am liebsten zusammen, wo stimmen die Lebenseinstellung und treffen sich Gemeinsamkeiten. Wen möchte ich mit meinem Blog ansprechen?

Brauche ich ein USP?

Fragst Du mich nun nach dem USP, also dem Unique Selling Product, dann kann ich Dir antworten, klar ich kann Facebook-Seiten und Instagram-Accounts, sowie WordPress Websites zum Erfolg führen, doch fließt in ein einzigartiges Produkt auch immer meine eigene Art zu erklären, meine Persönlichkeit, meine Werte-Einstellung und mein Vorgehen mit ein. Allein dies macht jede Person schon zu einem „einzigartigen Rundumpaket“. Wenn wir mal bei Beraterin oder Berater bleiben.

Schritt für Schritt von der Installation zum ersten Blogbeitrag

Liebäugelst Du schon länger mit einem eigenen Blog und denkst, „ich warte noch etwas ab, bis ich mehr Hintergrundwissen habe“. Das mag in manchen Fällen klug sein, aber oft hindern wir uns selbst am ersten Schritt. Ich spreche da aus ganz guter eigener Erfahrung. Denn, wenn wir ehrlich sind, „wann ist der richtige und passende Moment?“

Bevor wir lange auf diesen „einen und richtigen“ Augenblick warten, verpassen wir viele schöne Gelegenheiten. Und eine weitere Erfahrung habe ich mit den verschiedenen Blogs von mir erlebt, es ist nie ein endgültiger Status. Ich kann und finde immer wieder neue Möglichkeiten zur Verbesserung und Erweiterung. Wenn ich an den 25. Mai 2018 – Beendigung der Umsetzungsphase, Beginn und Gültigkeit der Datenschutzgrundverordnung (kurz DSGVO) – zurückdenke, hatte ich aus Vorsicht vieles in den Blogs gelöscht und entfernt. Was ich im Nachhinein feststelle, dass es zu dem Zeitpunkt für mich voll und ganz stimmig war, aber mit zusätzlichen Hilfsmaßnahmen neue Lösungsansätze möglich sind, auch datenschutzkonform.

Zur Unterstützung helfen Dir folgende Fragen:

für wen bietest Du eine Lösung an,

mit was hilfst Du anderen,

was können Menschen bei Dir erwerben.

Praktische Infos aus meiner Erfahrung

Webhoster

Such Dir einen Webhoster Deines Vertrauens. Doch nutze hierfür nicht den allergünstigsten oder größten am Markt. Beispielsweise sind all-inkl. oder united domain verlässliche und gute Anbieter. Wobei ich meine Blogs und Websites der Kunden bei einem Webhoster hoste, der einen eigenen Server unterhält.

Installation

Nach der Installation der WordPress-Umgebung beginne ich die ersten Einstellungen, beispielsweise erstellt es automatisch einen ersten Beitrag, eine erste Seite, einen ersten Kommentar. All das lösche ich. Im nächsten Schritt installiere ich das Plugin „Antispam-Bee“ und lösche Akismet heraus. Letzteres ist in Deutschland schon seit Jahren, auch vor der DSGVO , nicht mit dem Datenschutz konform und sammelt zuviele Daten in die USA.

Ein weiteres wichtiges Plugin ist ein Backup-Plugin. Da gibt es unterschiedliche die gut funktionieren, zum Beispiel BackUpWordPress oder WP Database Backup.

Mein SEO-Lieblingsplugin YOAST installiere ich auch in diesem Arbeitsgang und nehme die Einstellungen vor.

Welches Design passt zu Deinem Blog oder Website?

Eine für mich selbst immer wiederkehrende Tatsache ist, dass bei einer Neuinstallation und Erstellung einer Website das Design, „Gerüst zum Anpassen“, eine wichtiger und ausführlicher Schritte ist. Der Zeit kostet. Jede Website sieht nach Erstellung durch mich anders aus. Dementsprechend ist das Grobgerüst ein Anderes.

Aus einer Vielzahl, ich vermute fast schon über tausend Designs, ist die Wahl des Design, manchmal auch eine „Qual“. Eine Entscheidungsfrage. Auch hier zählt eine gewissenhafte Suche und das Ausprobieren auf einer Testumgebung sehr gut. Doch man kann schnell dazu neigen, sich zu verzetteln. Wie oben bereits erwähnt gilt hier auch, ins Tun kommen und Anfangen. Wenn es dann mal gar nicht passt, dann kann man eben nochmal anfangen. Das ist auch gar keine Schande. Ging mir auch schon so. Die investierte Zeit verbuche ich dann auf das Konto „Lebenserfahrung“.

Vermeiden von langen Ladezeiten

Nach der Installation des Designs sind mitunter unterschiedliche weitere Plugins gefordert zu installieren. Aber, hier eine große Bitte, „so wenig wie möglich“.

Jedes Design und Plugin bringt eine entsprechende Datenmenge mit sich, die bei einem Website-Aufruf und nach dem Löschen des Zwischenspeichers (Cache) erneut vom Server angefordert wird. Ein Löschen des Zwischenspeichers ist aber von Zeit zu Zeit notwendig für die Performance.

Sprich, eine große Anzahl von Plugins und viele Fotos in hoher Datengröße, können die Ladezeit enorm verlängern. Am Ende kann dies bedeuten, dass aufgrund einer zu langen Ladezeit Besucher abspringen und nicht warten wollen, bis alle Inhalte am PC, Laptop oder Smartphone sichtbar sind.

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Aus meinem Nähkästchen geplaudert: So fing ich zum Bloggen an.

Als ich während meiner Arbeit als Reiseverkehrskauffrau begann mich mit Online-Marketing zu beschäftigen, fand ich Anbieter am Markt, die das Beraten zu Urlaubsreisen von zu Hause ermöglichten. Das war mir schon immer das Liebste, die Arbeit von heimischer Umgebung ohne lange Fahrzeit zum Arbeitsplatz. In gewohnter Umgebung bin ich produktiver und arbeite zielführender.

Zusätzlich zu der Urlaubswebsite mit Buchungsmöglichkeit schrieb ich einen Blog. Über meine Eindrücke aus den Reisen, die aktuell unternommen wurden und aus vergangenen Urlaubsreisen. Häufig bereiste ich das Inselarchipel der Kanaren, die Balearen oder das spanische Festland. Und jede Reise enthält viel Material, worüber es sich lohnt, zu schreiben und andere mit Tipps zu versorgen.

Doch ziemlich schnell kam ich an die Grenzen. Ich wollte mehr! Hatte große Lust am Bloggen und war mit den Einschränkungen nicht mehr zufrieden. Also suchte ich weiter und nutzte die kostenfreie Version von wordpress.com. Damit hatte ich am Ende der URL zwar noch das Anhängsel von „….wordpress.com“ (beispielsweise bei www.sonnenfernweh.wordpress.com), anfangs störte es mich nicht. Gegen Aufpreis kann man es auch heute ändern.

Vorsichtig lud ich nur wenige Bilder hoch, da ich zu Beginn keine Vorstellung hatte vom Speicherplatz und in der kostenfreien Variante ist nur eine begrenzte Speicherkapazität inklusive.

Zur Gestaltung des Blogs wollte ich rasch mehr integrieren und kam erneut an Grenzen. Das Hochladen von Plugins ist nicht möglich. Da war der Punkt dass ich sagte, jetzt starte ich mit einem selbstgehosteten WordPress-Blog (mit wordpress.org). Die WordPress-Funktion „exportieren / importieren“ half hier weiter. Alle Inhalte wurden exportiert und auf einer neuen Umgebung des Webhosters importiert.

Ein Spezialist und Bekannter hat einen eigenen Server und er half mir bei Fragen weiter. Das war der beste Start mit dem eigenen Blog. Worüber ich heute noch sehr dankbar bin.

Abschließend für Dich einige Punkte zur Überlegung, bevor Du mit eigenem Blog startest:

Kannst Du genügend Zeit aufbringen?

Bist Du ein Mensch, der sich gerne weiterentwickelt, neue Features ausprobiert?

Fällt es Dir leicht, Texte zu schreiben?

Hast Du ein Thema gefunden, zu dem Du viele weitere Unterthemen hast, über die Du berichten kannst?

Du scheust nicht Zeit, Geld und Invest in eine performante, Website mit integriertem Blog oder einem Magazin?

Ist ein Großteil der Fragen mit „JA“ beantwortet, dann nix wie los und STARTEN!

 

Unterstützung und Hilfe bietet Dir der Halbtagesworkshop in der Lessingstadt Wolfenbüttel – sehen wir uns?

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Kerstin Paar

Als Online-Marketing-Beraterin unterstützt Kerstin Paar Solo-Unternehmerinnen und Selbständige in ihren Marketingtätigkeit und im Netz mit eigener Website sichtbar zu sein. Über Einzelcoachings oder E-Mail-Services zeigt sie auf leicht verständliche, kompetente und sympathische Art die Vorzüge der Sozialen Medien und den wirkungsvollen Einsatz einer eigenen Website auf. Eine performante Website ist das Herzstück im Marketing. Ein Herzensprojekt der Online-Marketing-Fachfrau mit Reiselust ist das Bloggen auf ihrem Reiseblog "Sonnenfernweh". Als Reisebloggerin schreibt sie Reiseberichte, inspiriert von ihren Unternehmungen mit dem E-Bike und für Tourismusregionen. Im Mai 2018 war sie damit quer durch Deutschland unterwegs. Seit 2011 ist Kerstin Paar in sozialen Netzwerken als Beraterin tätig. Mit anschließender Zertifizierung zur Online-Marketing-Managerin unterstützte sie Unternehmen der Energiewirtschaft, Coaches, Autoren und Selbständige. Mit Lust und Freude an ihrer Arbeit schätzt sie die Einzelberatungen und den Teamgeist in Kleingruppen.