5 Praxistipps für deinen Blog – Beiträge löschen, ja oder nein?

Tipps für den eigenen Blog

Einen Blog schreiben macht Spaß. Aber viele vergessen dabei, dass dahinter auch kontinuierliche Arbeit steckt. Wenn du möchtest, dass deine Blogleser immer aktuelle Beiträge und tolle Tipps zu deinem Thema bekommen, dann lege ich dir folgende Tipps ans Herz.

Beiträge löschen, ja oder nein?

Aus meiner eigenen Praxis weiß ich, dass ein Blogthema sich verändern kann. Derzeit liegt zum Beispiel bei meinem Blog Sonnenfernweh klar der Fokus auf Radreisen und Radtouren in Niedersachsen und deutschlandweit. Beiträge, die dazu thematisch nicht mehr passen und vielleicht vor einigen Jahren mal veröffentlicht wurden – lösche ich. Vorausgesetzt, sie werden wenig oder gar nicht mehr aufgerufen. Oder, was häufig der Grund ist, die Fotos entsprechen nicht mehr meinem heutigen Qualitätsstandard oder auch die sprachliche Formulierung. Denn beides hat sich in den letzten Jahren sehr gewandelt – zum Positiven natürlich :-)

Ein anderer Grund ist, du kommst möglicherweise nicht mehr in diese Gegend, um neue und aktuelle Fotos zu machen. Oder die Einrichtungen haben geschlossen, worüber der Artikel geschrieben wurde.

Wiederum spielt eine Rolle, du änderst sicherlich einmal das Aussehen – das Theme – des Blogs. Nun kann es sein, dass die Vorschaubilder eine andere Größe haben und die Ursprungsbilder viel kleiner waren, weil sie damals noch gar nicht mit einer Spiegelreflex oder Digitalkamera aufgenommen wurden.

Wenn du nun sagst, aber hinter jedem Blogbeitrag mit vielen Fotos steckte viel Arbeit in das Erstellen, Recherchieren, Fotos machen, Texten, usw. – ja, das kenne ich zu Gute.

Du brennst für dein Thema!

Zum einen darf mit einer Blogerstellung kein monetärer Wunsch an erster Stelle stehen. Das Wichtigste ist, du „brennst“ auch wirklich von deinem Thema und du willst der Welt davon erzählen. Wer ausschließlich – besonders jetzt in der Coronazeit – meint, mit einem Blog verdient man spielerisch viel Geld, dem rate ich erstmal von der Blogerstellung ab. Alleine die Pflege des Blogs – mitunter auch dem Löschen und Umstrukturieren – der vergangenen Abende und Tage, komme ich schnell auf 15 – 20 Stunden Arbeit. Dabei habe ich gut 100 Beiträge und die dazugehörigen Fotos gelöscht, die Links auf entsprechende Kategorien umgeleitet, Menü angepasst, etc. (das ist nur ein kleiner Teil der Arbeit im Blog).

Aus Sicht der Suchmaschinenoptimierung

Ein großes Thema bei Vielen scheint Suchmaschinenoptimierung und die akribische Optimierung des Blogs zu sein. Google – als ein großer Player der Suchmaschinen – erkennt recht gut, wenn Leser auf ihr Problem nicht exakt die Lösung im Blog finden und den Beitrag schnell wieder verlassen. Aus Sicht der Suchmaschinenoptimierung ist eines klar, dass ein Blog keinen Schaden trägt, wenn Altes mal gelöscht wird, im Gegenteil, es kann den Blog in seiner Performance sehr positiv beeinflussen. Aber dazu gehören viele weitere Schritte, die in diesem Beitrag den Rahmen sprengen.

Wenn Bereinigungsaktionen anstehen, empfehle ich Schritt für Schritt und überlegt vorzugehen.

Tipps für ein besseres Lesevergnügen deiner Leser:innen

Tipp 1:
Überlege dir genau, was ist dein Thema des Blogs und bleib kontinuierlich bei dem Thema.

Tipp 2:
Scheue dich nicht davor, den Blog von alten und nicht mehr aktuellen Beiträgen zu bereinigen – deine Leser:innen danken es dir, denn so zeigst du, dass du auf Qualität und Aktualität achtest.

Tipp 3:
Versuche Bilder (zu klein, zu schlechte Qualität, zu viel Dunkles im Bild, …) durch neue Fotos zu ersetzen, die auch dem aktuellen Theme entsprechen.

Tipp 4:
Leite beim Löschen von Beiträgen die Links auf passende Kategorieren oder einen gut laufenden Beitrag um. Findet sich keine Kategorie oder Beitrag, dann nutze die Startseite. Achte auch darauf, wie sieht die „Fehlermelde-Seite“ aus, wenn ein Link nicht mehr gefunden wird.

Tipp 5:
Vergesse in einem WordPress Blog nicht, auch die Kategorien oder Schlagwörter anzupassen, wenn du Beiträge löschst.

Extra-Tipp für das Vorgehen beim Löschen

Rufe die zu löschende Seite auf und kopiere die URL – füge die URL im Plugin Redirection als Quelle ein.
Suche eine passende Kategorie oder Unterseite, kopiere die URL und füge sie als Ziel im Plugin Redirection ein. Warte noch mit dem Bestätigen der Weiterleitung!

Danach suchst du dir die Bilder in der Mediathek heraus, die du aus dem Beitrag löschen willst und lösche sie. Danach gehst du wieder in den Beitrag und löschst sämtliche Fotos und Verlinkungen heraus. Drückst danach auf „Aktualisieren“. Dann der Klick auf „in den Papierkorb verschieben“. Und erst jetzt kommt die Bestätigung im Plugin Redirection auf „Weiterleiten“.

Die gelöschten Beiträge löschst du aus dem Papierkorb heraus.

Wer das Plugin zum Bereinigen der Datenbanken „WP Optimize“ nutzt, der klickt dort alle anstehenden zu löschenden Punkte an.

Wenn man vieles im Blog löscht, empfiehlt es sich, zwischen durch mal ein Backup zu machen.

 

Ich wünsche dir alles Gute für die Arbeit, die sich lohnt!

 

Als Beraterin unterstütze ich Tourismusregionen, Selbstständige und Solo-Unternehmerinnen in ihrer Sichtbarkeit. In Einzelberatungen zum Blog- und Social-Media-Marketing erfahren die Teilnehmer*innen auf leicht verständliche Art, warum die Website und der Blog die Schaltzentrale und das Herzstück im Marketingmix sind. Welche Rolle die sozialen Netzwerke spielen und wie darin die Kommunikation gelingt. Seit 2012 bin ich in sozialen Netzwerken als Beraterin tätig und zertifizierte mich als Online-Marketing-Managerin. Ein weiteres Herzensprojekt ist der Radreiseblog Sonnenfernweh. Der Blog berichtet zu Radtouren aus der Metropolregion Hamburg, der Lüneburger Heide und deutschlandweit.
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