Angst vor Sozialen Netzwerken – Einfach erklärt

Eine Website ist deine Visitenkarte, dein Bild für die Öffentlichkeit. Einfach erklärt wurde es im vorangegangenen Beitrag, wie leicht eine Website in 7 Schritten entstehen kann. Sie ist Dreh- und Angelpunkt für dich und dein Marketing. Im Internet kannst du eine große Bekanntheit erzielen. Und dennoch herrscht oftmals noch Unsicherheit und aufgebaute Widerstände sind spürbar.

 

Welche Angst vor Sozialen Netzwerken kann auftauchen?

Du kannst – musst nicht – die Sozialen Netzwerke verwenden für dein Online-Marketing.

Viele hochsensible Menschen fühlen sich von den Netzwerken überfordert. Empfinden die Technik als unüberschaubar, kennen die unterschiedlichen Möglichkeiten von Privatsphäreeinstellungen nicht und vermeiden es, Webseiten mit aufpoppenden Werbebannern anzuklicken. Und dennoch, es können Wege und Möglichkeiten für das eigene Marketing genützt werden.

Zeitsparend, zielführend und erfolgreich kannst du über Netzwerke viele andere Menschen erreichen. Du kannst deine Botschaft verbreiten und zwar so, dass es „für dich sprechendes“ Marketing ist. Ohne plumpe Werbeslogans, die keinen interessieren und man lieber wegklickt als anklickt.

Was kann dich in deiner Entscheidung zum Beitritt in Soziale Netzwerke unterstützen?

Vielleicht hast du bereits ein eigenes Profil bei Facebook und ein paar Freunde um dich. Nun kannst du dich selbstkritisch fragen:

  • Bist du im Netzwerk, weil du Freude daran hast?
  • Bist du neugierig und willst das Universum der Netzwerke weiter für dich erkunden? Und entdecken, dass es dazu auch berufliche Vorteile geben kann?

Oder:

Dir ist es lästig und du findest nicht die Zeit dafür, dich regelmäßig einzuloggen, Kontaktanfragen zu bestätigen, auf private Nachrichten zu antworten oder, oder, oder

Alles hat sein FÜR und WIDER. Es KANN dir nützlich sein, es KANN dir berufliche Vorteile bringen, doch du trägst alleine die Entscheidung. Dies kann dir niemand abnehmen.

Das was ich tun und anbieten kann, dir aufzuzeigen, welche Möglichkeiten es gibt, um es langsam, Schritt für Schritt anzugehen. Und nein, du musst nicht überall sein. Ich meine damit, gleichzeitig bei Facebook, Google+, XING, Twitter, Instagram, Pinterest oder in einer Fotocommunity. Alles ist ein großes Büfett, aus dem du dir das picken kannst, das dich anlächelt. Angst vor Sozialen Netzwerken abbauen

Zwei Aspekte zu Angst vor Sozialen Netzwerken

Zum einen steht man in der Öffentlichkeit, tritt in die Kommunikation und ist sichtbar in den Sozialen Netzwerken. Zum anderen wird das Thema Zeit häufig erwähnt, vor dem viele Angst haben und sich überfordert fühlen.

1. Kommunikation und öffentliche Sichtbarkeit im Internet

Welche Angst vor Sozialen Netzwerken könnte einen begleiten, sobald man sich öffentlich mit der eigenen Website, mit Unternehmensprofilen oder persönlichen Profilen im Internet präsent zeigt?

Ist es vielleicht der Shitstorm, vor dem man sich fürchtet und lieber einen Beitrag löscht, bevor alle anderen es lesen können und eine negative Reputation gefürchtet wird?

Zuerst eine Erklärung für Anfänger in Sozialen Netzwerken was ein Shitstorm ist: Ein Shitstorm wird durch eine Aussage, Feststellung einer Person oder eines Unternehmens ausgelöst. Die Aussage kann provokant sein. Dies löst bei Freunden, Fans von Unternehmensseiten oder in Gruppen hitzige aggressive Debatten aus und begräbt jede Sachlichkeit, Neutralität und Diskussionsbereitschaft. Man kann dies tatsächlich wie mit dem realen Leben vergleichen. Bei Demonstrationen oder am Stammtisch wird debattiert, diskutiert und oftmals äußert man heftige Wortwechsel.

Doch eines vorweg, bei Freiberuflern, in kleinen oder mittleren Unternehmen findet man weniger „Stürme“ dieser Art, als in großen Gemeinschaften, bei Personen der Öffentlichkeit, Schauspielern, Sportlern oder Politikern. Und, bei jedem Shitstorm werden treue Fans für die weiter bestehende positive Reputation sorgen und Commitment zeigen.

Die Kommunikation über ein Unternehmensprofil, das ja auch von Menschen und nicht von Maschinen betreut wird, werden oftmals junge Menschen eingesetzt, die aufgrund ihrer kurzen beruflichen Laufbahn auf noch wenig Erfahrung zurückgreifen können, insbesondere in der Krisenkommunikation. Dies führt schnell dazu, dass Kommentare oder ganze Beiträge vorschnell gelöscht werden. Aus meiner Sicht nicht korrekt. Denn es zeigt, dass man „etwas“ verbergen möchte und schafft Misstrauen, Unklarheit bis hin zu einem Vertrauensbruch. Eine bekannte Marke kann dadurch erhebliche Einbußen im Verkauf erzielen.

Machtkampf und Recht haben wollen

Ich halte sehr wenig von Macht, von Machtspielen, Machtgedanken, Recht haben und auf sein Recht pochen. Etwas anderes ist eine Stellungnahme, die kritisch reflektiert die eigene Position in einer vergangenen Situation beschreibt.

Daneben darf eines in virtuellen Netzwerken nicht vergessen werden, dass Wörter geschrieben werden. Manchmal vergisst man, dass hinter einem Kommentar auch ein Mensch steht, der vielleicht einen schlechten Tag hinter sich hatte, gemobbt wurde in der Arbeit, von seinem Liebsten/seiner Liebsten verlassen, finanzielle Schwierigkeiten hat oder traurig ist, aufgrund einer unbekannten Situation. Und da reagieren besonders feinfühlige und sensible Menschen intensiver. Denn letztendlich ist das geschriebene Wort der Träger für eine Botschaft. Es fehlen die Stimme, deren Tonlage und Melodie, die Mimik und Körperhaltung eines Menschen. Das wäre im persönlichen Dialog und der Beobachtung des Menschen während eines Gespräches anders, als beim Lesen von Kommentaren.

Ich kenne aus meiner Anfangsphase in den Netzwerken es sehr gut, dass man plötzlich bei einigen Kommentaren oder Beiträgen es persönlich nehmen kann und sich fragt, hat da jemand nun über mich geredet? Wie meint er das? Und schon nimmt man Aussagen zu persönlich, die meistens nichts mit einem selbst zu tun haben. Ich konnte damals nicht hinwegsehen. Obwohl ich schon immer sehr stark mich selbst reflektierte und meine Aussagen in der Öffentlichkeit hinterfrage, war es manchmal schwierig, die Meinung eines anderen bei ihm zu belassen und diese nicht anzunehmen.

Es pendelte sich mit den Jahren gut ein und ich stellte fest, dass mein eigenes Verhalten um ein Vielfaches toleranter anderen gegenüber wurde. Ich kommentiere wohlwollend, sehe den Menschen hinter dem Profilbild oder dem Avatar und respektiere Meinungen anderer. Ja, hinter jedem Profilbild verbirgt sich eine ganz persönliche und individuelle Geschichte.

Tipp bei gerechtfertigter Kritik

Niemand ist unfehlbar und es kann jedem Fehler passieren. Daher die Empfehlung, sich für einen Fehler entschuldigen, es öffentlich schreiben und zeitnah für eine Korrektur sorgen.

Tipp bei ungerechtfertigter Kritik

Bei ungerechtfertigter Kritik, ist es wichtig ruhig, besonnen und überlegt zu handeln und reagieren. Die Meinung anderer nicht ändern wollen, denn das gelingt meist eh nicht. Die Person wahrnehmen, in dem jetzigen Zeitpunkt akzeptieren, sachlich und in freundlichem Ton antworten. Jedoch auf keinen Fall Beiträge oder Kommentare löschen oder sogar andere Personen blocken, so dass man sich gegenseitig nicht mehr lesen kann. Man muss mit seinem Kritiker ja nicht befreundet sein und kann ihn im Stream nebenher laufen lassen. Jeder darf und kann seinen Platz im Netz einnehmen. Und am Ende lernen beide Seiten aus einer Welle von Kritik. Lässt man erst einmal Zeit verstreichen und reflektiert später darüber, werden größere Dimensionen, die Reaktionen und Umstände klarer, als im akuten Moment, wo oftmals Scheuklappen auf den Augen sitzen.

2. Angst vor Zeitmangel

Das Thema Zeit oder sogar Zeitmangel ist verständlich. Jeder Freiberufler hat neben seiner beruflichen Tätigkeit seine Familie mit oder ohne Kinder und versucht mit einem wesentlich höheren wöchentlichen Stundenpensum als ein Angestellter neue Klienten oder Kunden zu gewinnen. Er kümmert sich um das eigene Marketing, die Buchhaltung, ist für den Einkauf von Büromaterial zuständig, sorgt für die Terminplanung, besucht Weiterbildungen, bearbeitet Themengebiete wie Steuern und Recht, die vielleicht nicht zum Fachgebiet gehören.

Es gibt keine Richtlinie, die dir „vorschreibt“, wann und wie oft du über Unternehmensprofile bei Facebook, XING, Google+ oder Twitter kommunizieren musst. Alles ist eine Möglichkeit und eine Chance. Jedoch ist klar, dass es anfangs erst einmal etwas mehr Zeit in Anspruch nimmt, um Kontakte und relevante Kunden zu erkennen und mit ihnen sich zu vernetzen. Des Weiteren sind die Netzwerke von der Vorgehensweise, der Technik etwas anders und es braucht eine gewisse Gewöhnungsphase, bis man leichter und effizienter Beiträge schreibt und in der Vorgehensweise routinierter wird.

Jede Aktion, jeder Beitrag kann dem eigenen Marketing, der Steigerung der Bekanntheit und der Reichweite dienen. Den Ablauf und die Regelmäßigkeit bestimmt jeder selbst für sich. Jedoch ist es von Vorteil, die Zeiten zu kennen und zu wissen, wann die Fans einer Seite am aktivsten sind, um seine Botschaft nach außen zu tragen und die meisten damit zu erreichen. Die Analysetools unterstützen den Seitenbetreiber einer Unternehmensseite.

Angst vor Sozialen Netzwerken minimieren

Schon diese 30 Minuten am Tag oder mehrmals die Woche erhöhen die Chancen, deine Reichweite kontinuierlich zu vergrößern, wertvolle Kontakte zu knüpfen und mit der Zeit an weitere Mitglieder empfohlen zu werden.

Wie kann ein Fahrplan durch die täglichen Aktivitäten in den Sozialen Netzwerken aussehen?

Angst vor Sozialen Netzwerken eliminieren
Ein Fahrplan für tägliches Netzwerken, oder 3 bis 4 Mal die Woche

 

Im nächsten Beitrag werde ich dir Möglichkeiten und Wege aufzeigen, wie du für dich werben lassen kannst, welche Vorteile dir Netzwerke bieten und es nach einem Start mit einem Unternehmensprofil Freude und Spaß bringen kann, dich mit anderen online zu vernetzen und zu „unterhalten“.

 

 

Angst vor Sozialen Netzwerken – Einfach erklärt

Kerstin Paar

Als Online-Marketing-Beraterin unterstützt Kerstin Paar Solo-Unternehmerinnen und Selbständige in ihren Marketingtätigkeit und im Netz mit eigener Website sichtbar zu sein. Über Einzelcoachings oder E-Mail-Services zeigt sie auf leicht verständliche, kompetente und sympathische Art die Vorzüge der Sozialen Medien und den wirkungsvollen Einsatz einer eigenen Website auf. Eine performante Website ist das Herzstück im Marketing. Ein Herzensprojekt der Online-Marketing-Fachfrau mit Reiselust ist das Bloggen auf ihrem Reiseblog "Sonnenfernweh". Als Reisebloggerin schreibt sie Reiseberichte, inspiriert von ihren Unternehmungen mit dem E-Bike und für Tourismusregionen. Im Mai 2018 war sie damit quer durch Deutschland unterwegs. Seit 2011 ist Kerstin Paar in sozialen Netzwerken als Beraterin tätig. Mit anschließender Zertifizierung zur Online-Marketing-Managerin unterstützte sie Unternehmen der Energiewirtschaft, Coaches, Autoren und Selbständige. Mit Lust und Freude an ihrer Arbeit schätzt sie die Einzelberatungen und den Teamgeist in Kleingruppen.