Angst vor Konkurrenz: Konkurrenzdenken wirksam nutzen

In einem Beratungsgespräch wurde vor kurzem relativ schnell klar, dass eine tiefsitzende Angst vor der Konkurrenz genau das Gegenteil der Vision bewirkte: Statt Wachstum, das (un)bewusste Zurückhalten der eigenen Größe und Stärke. 

Ein Unternehmen strebt Wachstum an: Mehr Reichweite, Neukunden, Ausbau der Stammkunden und Arbeitsplätze für Fachkräfte.

Wie man Angst vor der Konkurrenz den Riegel vorschieben kann, welche Möglichkeiten und Chancen einem bei Angstgedanken entgehen und wie man in Kürze Veränderungen erzielen kann, zeigt dieser Beitrag auf.

Wie wirkt Angst vor der Konkurrenz für einen selbst und für die Außenwelt?

Angst „macht“ mit einem Menschen etwas, sie hält einen zurück, sie lässt erstarren, sie schränkt ein. Ein Mensch mit Angst vor Aufzügen wird es tunlichst vermeiden, jemals dieses enge „Gefährt“ zu betreten ohne Kontrolle darüber zu haben.

Ich erlaube mir an dieser Stelle zu behaupten, auch die Außenwelt wird es spüren und wahrnehmen, wenn ein Mensch sich zurücknimmt, keine Beiträge anderer teilt und keinen wertschätzenden Umgang pflegt.

Genauso wird die Angst vor der Konkurrenz einen immer klein lassen.

Anstatt zu denken, „ich kann den Mitbewerber nicht auf meiner Facebook-Seite empfehlen, sonst kommen alle Kunden nicht mehr zu mir“, ist ein echtes Paradoxon.

Darf ich dich provokant fragen: Bist du dir darüber zu 100 % sicher? Was bist du ohne diesen Gedanken? Wie wärst du ohne diesen Gedanken? (der eine oder andere kennt die Fragen von Byron Katie aus „The Work“). Genau das hilft dir weiter, wenn du dir in einer stillen Stunde einfach mal Notizen zu diesen Fragen machst, wirst du der eigentlichen Angst auf die Spur kommen.

Denn, streich‘ das Wörtchen „nicht“, und beobachte was dann geschieht. Wie ändert es sich? „Ich kann den Mitbewerber auf meiner Facebook-Seite empfehlen, dann kommen alle Kunden zu mir“. Wie klingt es jetzt für dich?

Wir wollen uns aber nun dahinwenden, wie wir die Angst lösen und beiseite schieben können. Schritt für Schritt.

Vorweg: Alles hat Zeit. Die Angst hat Zeit benötigt sich aufzubauen, so dauert es „seine eigene“ Zeit, bis man angstfrei Empfehlungen von Kollegen und Kooperationspartnern aussprechen kann.

In meinen Anfängen lernte ich selbst von Netzwerkkollegen, dass dieser Riegel oder die Hürde einen nur selbst einschränkt und nicht frei agieren lässt.

Als ich davon abließ mich selbst zu boykottieren und anfing echte Empfehlungen auszusprechen von Menschen mit denen ich zusammenarbeitete, wurde ich wahrgenommen. Was geschah? Mein Empfehlungspartner schrieb unter meinen Beitrag, „vielen Dank für die Weiterempfehlung!“ Plötzlich sahen das natürlich seine Freunde (Kollegen und Kooperationspartner), denn dieser Beitrag wurde in sozialen Netzwerken seinen Kontakten angezeigt (über die Wirkung beim Teilen und technische Seite in sozialen Netzwerken werde ich in einem künftigen Beitrag schreiben).

Empfehle Menschen gerne weiter und du wirst selbst weiterempfohlen

Beim Start eines Unternehmens dreht man jeden Cent um und überlegt, ob dies wirklich gut investiertes Geld ist. Dagegen kostenfrei kann man jederzeit in Empfehlungen „investieren“. Denn daraus entwickeln sich Kooperationen und ein wachsender Vertrauensaufbau.

Ob man eine gemeinsame Absprache mit Menschen findet zur gegenseitigen Empfehlung oder ohne und aus eigener Bereitschaft handelt, bleibt unberührt. Positiv ist, du kommst ins TUN. Du gehst nach außen, wirst sichtbar und aktiv.

In Eigeninitiative habe ich ohne Aufforderung zum Teilen eines Beitrages gerne geteilt. Wertvolle Inhalte sind es wert, weiterzuteilen. Die Resonanz zeigte, ein Miteinander und gemeinsames Netzwerken entstand. Wünschen wir uns das denn nicht alle?

Statt „bloß keinen Mitbewerber empfehlen“, baut man durch aktives Weiterempfehlen eine eigene Kundschaft und Community auf. Sie hält zu einem und wird einen aus eigener Überzeugung weiterempfehlen.

Marketing in Sozialen Netzwerken

In Beratungsgesprächen empfehle ich, nicht nur eigene Beiträge, Seminare oder kostenpflichtige Angebote über die Profile zu teilen. Vielmehr nützt es dir, einen interessanten Beitrag eines Kollegen zu teilen. Du untermauerst dadurch deine Expertise, der Kollege wird sich revanchieren und gerne deine Beiträge teilen. So entsteht der gewünschte „Mehrwert“ und du kommst in deine Fülle. Ohne Einsatz von finanziellen Mitteln.

Wie du Angst vor Konkurrenz loslässt
Foto: Alexas_Fotos/Pixabay

Mit weiteren Kooperationspartnern erreichst du ein Vielfaches, anstatt alleine für dich zu werben.

Tipps für dein Marketing

  • Such dir in Ruhe passende Netzwerkkollegen aus
  • Achte auf dein Bauchgefühl
  • Teile von Herzen gerne Beiträge der Kollegen
  • Erwähne deine Partner in Beiträgen
  • Vernetze dich
  • Bleib auf Augenhöhe mit den Kollegen
  • Wertschätze ihr Tun
  • Poste hilfreiche und interessante Beiträge über deine Kanäle
  • Wechsel zwischen Fremd- und Eigenbeiträgen
  • Verlinke zu anderen Texten in deinen Blogbeiträgen
  • Denke: Es ist für Jeden genug da!

Gerade zum letzten Satz merke ich abschließend an, wenn du in einem mittlerweile großen Markt agierst, ist die gemeinsame Unterstützung besonders hilfreich. Gehe mutig voran und bleib dir treu! Für Jeden ist genug da.

Du möchtest mehr über Angst in Netzwerken und von Mitbewerbern lesen? Andere Kollegen schrieben zum Thema, beispielsweise hatte Marit Alke vor einiger Zeit dazu gebloggt, „Wie du deine Angst vor Konkurrenz konstruktiv nutzt„. Marit unterstützt Menschen bei der Entwicklung von Onlinekursen, die einen Mehrwert schaffen.

Die Vernetzungsspezialistin Sabine Piarry deckt in ihren Beiträgen und Seminaren auf, wie wertvoll Kontakte zu Kollegen sind. Sabine nahm das Thema „Networking“ unter die Lupe und stellt die No Go’s vor.

Fazit:

Mehrwert in die Welt bringen, sichtbar sein und in Gemeinschaft mit anderen diesen Mehrwert vervielfachen, schöpft Nutzen und Gewinn für Alle.

Dazu passend mein Beitrag zu Facebook-Gruppen, in denen echter Mehrwert realisiert wird.

Hilfreiches zum Thema Selbstwert aufbauen und stärken schrieb ich an anderer Stelle im Blog Sonnenfernweh.

Angst vor Konkurrenz: Konkurrenzdenken wirksam nutzen

Kerstin Paar

Als Online-Marketing-Beraterin unterstützt Kerstin Paar Solo-Unternehmerinnen und Selbständige in ihren Marketingtätigkeit und im Netz mit eigener Website sichtbar zu sein. Über Einzelcoachings oder E-Mail-Services zeigt sie auf leicht verständliche, kompetente und sympathische Art die Vorzüge der Sozialen Medien und den wirkungsvollen Einsatz einer eigenen Website auf. Eine performante Website ist das Herzstück im Marketing. Ein Herzensprojekt der Online-Marketing-Fachfrau mit Reiselust ist das Bloggen auf ihrem Reiseblog "Sonnenfernweh". Als Reisebloggerin schreibt sie Reiseberichte, inspiriert von ihren Unternehmungen mit dem E-Bike und für Tourismusregionen. Im Mai 2018 war sie damit quer durch Deutschland unterwegs. Seit 2011 ist Kerstin Paar in sozialen Netzwerken als Beraterin tätig. Mit anschließender Zertifizierung zur Online-Marketing-Managerin unterstützte sie Unternehmen der Energiewirtschaft, Coaches, Autoren und Selbständige. Mit Lust und Freude an ihrer Arbeit schätzt sie die Einzelberatungen und den Teamgeist in Kleingruppen.